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Fussball-Verbandsliga : Kiebitzreihe fest in Horster Hand

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fußball-Verbandsliga: Der ehemalige RWK-Stürmer Bastian Clasen gibt dem Derby die entscheidende Wende zum 4:2 für den VfR

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 16:06 Uhr

Der Platz vor dem extra zum Derby aufgebauten Festzelt gleich vorne an war fest in Horster Hand. Wer vom Kiebitzreiher Anhang aus alter Gewohnheit die hintere Stirnseite des Rasens ansteuerte, saß auf dem Trockenen oder musste weite Wege in Kauf nehmen. Der Bierwagen war ebenfalls nach vorn umgezogen.

Die Anhänger der Schwarz-Weißen, die gefühlt mindestens zwei Drittel der 313 zahlenden Zuschauer beim Verbandsliga-Derby zwischen Rot-Weiß Kiebitzreihe und dem VfR Horst ausmachten, hatten nach 90 Minuten den meisten Grund zum Feiern. Der Gast gewann 4:2 (0:1). Während die Fans die Mannschaft forderten, blieb VfR-Trainer Lars Lühmann ein wenig im Hintergrund. „Ich kann mich im Moment überhaupt nicht freuen“, gab er stattdessen zu Protokoll. Das mag angesichts der erfolgreich verteidigten Tabellenführung überraschen, doch die Ansprüche an Spiel und vor allem Spielwitz gehen nun mal über drei gewonnene Punkte hinaus.

Die Hausherren indes warten in dieser Saison weiterhin auf Zählbares, doch ihr Trainer Oliver Schlegel nahm zumindest kleine positive Ansätze mit: „Wir haben 60 Minuten Verbandsligafußball gezeigt. Das hatten wir bislang noch nicht.“ Das als krasser Außenseiter gehandelte Schlusslicht benötigte dreieinhalb Minuten, um die Steinburger Fußballwelt – vorübergehend – auf den Kopf zu stellen. In die stürmische Anfangsphase der Gäste beendete Patrik Greve den ersten Kiebitzreiher Angriff mit dem 1:0.

Die Horster antworteten mit drückender Feldüberlegenheit, aber kaum durchdachten Kombinationen. Selten spielten sie den Zug konsequent zu Ende, sondern suchten überhastet und unpräzise den Abschluss. Die Kiebitze standen tief und verteidigten die langen Bälle gut. Am dichtesten kam noch Kevin Dittmann dem Ziel mit einem Freistoß, den RWK-Schlussmann Kevin Huckfeldt aber mit den Fingerspitzen noch an die Latte lenkte.

Huckfeldt stand auch nach dem Seitenwechsel mehrmals erfolgreich im Blickpunkt, leitete dann aber den Horster Ausgleich ein, als er den heranstürmenden Michel Gorny ungestüm von den Beinen holte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jan Behrendt sicher (68.). Die 13. von Behrendt geschlagene Ecke – Eckenverhältnis am Ende 15:1 für den VfR Horst – köpfte der ehemalige Kiebitzreiher Bastian Clasen an alter Wirkungsstätte zur Führung der Gäste ein. (5.). Gorny erhöhte auf 3:1 (86.). Das war’s, auch wenn Behrendt mit einem Foul an Marko Strauer den Rot-Weißen in der Nachspielzeit noch einen Elfmeter schenkte, den Michael Post versenkte. Kevin Dittmann stellte nach Vorarbeit der eingewechselten Stefan Weckwert und Timon Dehner den Zwei-Tore-Abstand wieder her – und sorgte damit für Horster Feierstimmung in Kiebitzreihe nach einem durchweg fairen Derby.


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