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Fussball : Keine Rückkehr des Zungenbrechers

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Debüt von Rugenbergens Neuzugang Ljubisavljevic gegen Ex-Klub Elmshorn entfällt. Kommt Barbarez zu HR zurück?

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Zum Glück, wird sich Heiko Kühl denken, findet das nächste Heimspiel seines SV Rugenbergen erst in einer Woche statt. So hat der Stadionsprecher des Bönningstedter Fußball-Oberligisten noch ein paar Tage mehr Zeit, um den Nachnahmen des Rugenbergener Neuzugangs zu lernen, der schon so manchen seiner Sprecherkollegen zur Verzweiflung gebracht hat: Ljubisavljevic. Nochmal: Lju-bi-savl-je-vic – Vorname: Milos. Ein echter Zungenbrecher.

„Ich denke, Herr Kühl wird das schon hinbekommen“, sagt der Stürmer mit serbischen Wurzeln lächelnd. Seit etwas mehr als zwei Wochen ist Ljubisavljevic, den seine Teamkollegen kurz einfach nur „Ljubi“ oder „Milos“ rufen dürfen, im Team von Trainer Ralf Palapies – und nur allzugern hätte er sein Startelf-Debüt für die „Roten“ morgen im Krückaustadion gegeben, gegen seinen Ex-Klub, den FC Elmshorn.

Doch: Die Rückkehr des Zungenbrechers an die alte Wirkungsstätte fällt flach, das Spiel soll nicht stattfinden, da der Rasen sich noch nicht wieder von den Schnee- und Regenfällen der vergangenen Wochen erholt hat. „Echt schade, das wäre schon ein ganz besonderes Spiel für mich gewesen“, sagt der 22-Jährige, von dem man sich beim FCE offiziell aus rein sportlichen Gründen getrennt hatte – er passte nicht mehr ins Konzept. Rein sportlich ist die Trennung allein aber nicht zu erklären: Da Ljubisavljevic zuletzt nicht mehr erste Wahl war, sich aber mit einer Reservistenrolle nicht zufriedengeben wollte, dies offen äußerte und zudem auch finanziell nicht mehr ins Elmshorner Konzept gepasst haben soll, legte man ihm einen Wechsel nah. „Wir wollten keine Unruhe auf der Bank“, so FCE-Boss Helge Melzer.

Es dauerte allerdings nur einen Tag, bis der ehemalige Regionalliga-Spieler (VfR Neumünster) im SV Rugenbergen einen neuen Klub fand. „Dass sich Rugenbergen so schnell gemeldet hat, hat mir gezeigt, dass sie sich wirklich für mich interessiert haben und sich um mich bemühen wollten.“

Das Spiel morgen fällt aus – seine Ex-Kollegen Heiko Ansorge oder Frederic Sarpong, mit denen er eine Fahrgemeinschaft von Hamburg nach Elmshorn bildete, sieht Ljubisavljevic vorerst nicht wieder. „Mit den Jungs war es eine tolle Zeit“, sagt er, „meine neuen Mitspieler Jannis Waldmann und Harry Jurkschat (wieder im Training, d. Red.) kenne ich ja schon aus meiner Norderstedter Zeit, ich fühle mich in Rugenbergen bereits jetzt schon sehr wohl“. „Der Junge passt gut rein, der Fußball, den wir spielen, gefällt ihm“, so Palapies, der den Spielausfall bedauert. Ljubisavljevic muss sich gedulden, sein Debüt ist verschoben. Aber spätestens wenn Stadionsprecher Kühl erstmals seinen Nachnamen fehlerfrei ins Mikrofon gerufen hat, wird „Ljubi“ an der Ellerbeker Straße endgültig angekommen sein. Angekommen ist auch Michael Fischer, Trainer des VfL Pinneberg – und zwar bei seinem Wunschspielsystem. Wenn es morgen beim Tabellenführer TuS Dassendorf (13.30 Uhr) wieder um Punkte gehen soll, will Fischer mit einer defensiven 4–5-1-Ausrichtung spielen lassen, also genau so, wie in den beiden letzten Testspielen gegen die starken Regionalligisten FC St. Pauli II (2:3) und Eintracht Norderstedt (2:4).

„Da haben wir bis zu den Wechseln in der zweiten Halbzeit richtig gut gestanden, hervorragend gekontert und geführt“, so Fischer. Auch in Dassendorf erwartet er einen Gegner, der drückt, viel Ballbesitz hat. Defensive wird Trumpf sein, dummerweise werden dem VfL-Coach Abwehrchef Tim Vollmer (Spann), Defensivroutinier Mark Müller (Urlaub) und Linksverteidiger Steffen Maaß (Bank, Trainingsrückstand) fehlen. Flo Holstein und Jan-Philipp Zimmermann sollen das Abwehrzentrum bilden, als möglicher Ersatz stünde Kjell Ellerbrock (Zweite, Sohn der ehemaligen VfL-Größe Frank Ellerbrock) bereit. Auch Torjäger Thorben Reibe (Achillessehne) wird passen müssen, wenn das Spiel auf Rasen stattfinden kann.

Auch das Naturgeläuf der SV Halstenbek-Rellingen hat arg gelitten. „Wir trainierten zuletzt nur auf Grand, wenn es nochmal kräftig regnet, droht unser Heimspiel gegen den Oststeinbeker SV (Sonntag, 14 Uhr, d. Red.) auszufallen“, sagt HR-Coach Thomas Bliemeister, der im Falle eines Anstoßes wohl auf Ahmed Osmanov (Zerrung) verzichten muss, aber wieder auf den zuletzt langzeitverletzten Stürmer Filip Barbarez zurückgreifen könnte.

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