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Handball : Keine Kirsche auf der Sahnehaube

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Handball: Nach dem Gewinn der Hamburger Meisterschaft bleibt den Esinger Handballfrauen der Einzug ins Pokalfinale verwehrt

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Sie hätten es sich ganz einfach machen können, aber das taten Trainer Jan-Henning Himborn und seine Esinger Handball-Frauen nach dem Aus im Halbfinale des Hamburger Pokals nicht.

„Es wäre zu einfach, sich jetzt über den engen Spielplan zu beschweren und zu sagen, daran hat es gelegen. Wir haben einfach zu viele kleine Fehler gemacht, die der SC Alstertal-Langenhorn sehr geschickt ausgenutzt hat“, erklärte Himborn nach der 23:31-Niederlage am Dienstagabend, die für seinen Geschmack „zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen war“.

Dass seine Mannschaft nur zwei Tage vor dem Halbfinalspiel in der Hamburg-Liga ein anstrengendes Spiel gegen HT16 austragen musste, in dem es für die Tornescherinnen um die vorzeitige Meisterschaft und den Aufstieg in die Oberliga ging (42:22), wollte Himborn nicht als Ausrede für das Aus gelten lassen, sagte aber auch: „Natürlich hat man uns angemerkt, dass die Kräfte schwinden, aber daran lag es primär nicht.“

Vielmehr sei sein Team gegen SCALA (Elfter der Oberliga) durch zu viele vermeidbare Fouls bereits in einer frühen Phase der Partie zur Passivität in der Defensive gezwungen gewesen. Vor allem die bundesligaerfahrene Martina Bauer musste sich nach zwei Zeitstrafen innerhalb von 18 Minuten merklich am Kreis zurückhalten. Insgesamt fünf Zeitstrafen mussten die TuS-Frauen abbrummen – zu viel gegen im Angriff clever agierende Langenhornerinnen.

Zudem nutzten die Himborn-Schützlinge ihre Überzahlsituationen nicht konsequent genug aus und zeigten Schwächen im Rückzugsverhalten: „SCALA war im Umschaltspiel enorm stark. Die haben alleine zehn Tore aus der ersten Welle geschossen.“ Auch an die harte Gangart in der Oberliga muss sich Himborns zum Teil junges Team noch gewöhnen: „Wir sind es einfach nicht gewohnt, dass auf Oberliga-Niveau viele Fouls nicht geahndet werden, davon haben wir uns zu sehr beeindrucken lassen“, so der Erfolgscoach weiter.

So gab es auf die Sahnehaube, den Titel, keine Kirsche in Form eines Pokal-Endspiels. Das sei zwar bitter, dennoch könne man auch durchaus Positives aus der Partie im Hinblick auf die Saison in der Oberliga ziehen: „Wir waren, was den Positionsangriff und die Deckungsarbeit angeht, mit SCALA lange Zeit auf Augenhöhe, es waren eben nur kleine Fehler im Umschaltspiel, die uns auf die Verliererstraße gebracht haben“, erklärte der Aufstiegstrainer, der nun am kommenden Sonnabend nach dem letzten Saisonspiel in Elmshorn mit seinen Meister-Mädels den Aufstieg in die Oberliga im Hofbräuhaus in Hamburg am Speersort gebührend feiern will.

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