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Fussball-Oberliga : Kein Rhythmus möglich

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Halstenbek-Rellingen kommt gegen Meiendorf nicht über ein 1:1 hinaus, ist aber Herbstmeister.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Halstenbek-Rellingen | Thorsten Siebert, Vater von Oberliga-Fußballer Niklas Siebert, gab die Hoffnung bis zum Schluss nicht auf. „Jetzt kommt unsere starke Phase, kurz vorm Ende sind wir immer konditionell besser als der Gegner“, so Siebert Senior auf der Tribüne des Stadions am Lütten Hall zehn Minuten vor dem Abpfiff der Heimpartie der SV Halstenbek-Rellingen gegen den Meiendorfer SV.

1:1 stand es zu diesem Zeitpunkt, aber die Hausherren um Siebert Junior – ungeschlagener Tabellenführer der Liga – fanden kein Mittel mehr, um den MSV doch noch zu besiegen, sodass Papa Siebert nach dem Spiel mit einem Schmunzeln zugeben musste: „Na gut, man kann mit dem Remis leben, wenigstens sind wir vorzeitig Herbstmeister.“

Dabei hätte die Partie ganz anders laufen können. Schon nach sechs Minuten war die Heimelf in Führung gegangen, nachdem Niklas Siebert unter den Augen seines „alten Herren“ Mitspieler Ümit Karakaya mustergültig in die Gasse geschickt hatte und der cool einschob (6.). Meiendorfs Plan, HR durch frühes Pressing zu verunsichern, war somit früh hinfällig. Doch die Halstenbeker versäumten es in der Folgezeit, nachzulegen. Vor allem der sonst so treffsichere Jan-Marc Schneider vergab dreimal in aussichtsreicher Position. Und so kam, was dann im Fußballsport oft kommt: Der Ausgleich, der aus HR-Sicht mehr als ärgerlich zustande kam. Nach einem Ballverlust schaltete der MSV schnell um, HR-Abwehrmann Marcel Schöttke sah sich im Strafraum zum Grätschen genötigt und ging dabei auf dem tiefen Boden so radikal zu Werke, dass Schiedsrichter Uwe Stohbach Elfer gab, den Robert Subasic sicher verwandelte (27.).

Allerdings: So robust Schöttke auch grätschte, er traf dabei den Ball. „Ich komme leicht von hinten, spiele aber die Kugel, zudem wurde zuvor von der Schiri-Assistentin ein Foul angezeigt“, so Schöttke erbost. Dem Unparteiischen wollte Abwehrspieler Yannick Sottorf allerdings nicht die alleinige Schuld für den verpassten Sieg geben: „Den Schuh müssen wir uns selbst anziehen. Wir haben zu viele gute Chancen ausgelassen und später war auf dem seifigen Boden auch kein vernünftiges Aufbauspiel mehr möglich.“

Der nickelige Gegner (mit dem Ex-Halstenbeker Jephter Agyei), der Rasen und der Schiedsrichter sorgten in Summe dafür, dass HR zu keiner Phase der Partie zu seinem Rhythmus fand – das hatten sich Vater Siebert und auch sein talentierter Spross anders vorgestellt.

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