Dreierpack gegen TBS Pinneberg : Josip Dilber blüht in neuer Rolle auf

In Heldenpose dreht Josip Dilber nach seinem verwandelten Freistoß ab. Gegen TBS Pinneberg war der 27-Jährige der Experte für die ruhenden Bälle bei Roland Wedel.
In Heldenpose dreht Josip Dilber nach seinem verwandelten Freistoß ab. Gegen TBS Pinneberg war der 27-Jährige der Experte für die ruhenden Bälle bei Roland Wedel.

Der Fußballer von Roland Wedel schockt die Pinneberger als Stürmer im Bezirksliga-Duell auf sehenswerte Weise.

shz.de von
04. September 2018, 17:45 Uhr

Pinneberg | Die Bezirksliga-Fußballer von Roland Wedel feierten Josip Dilber. Auswärts gegen TBS Pinneberg verwandelte der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler, diesmal Stürmer, zwei Freistöße und einen Foulelfmeter. Die Gastgeber wussten gar nicht, wie ihnen geschah. Nach einer 3:0-Führung unterlagen sie den Wedelern 3:4 (2:0).

„Jetzt ist die Enttäuschung bei uns natürlich groß. Aber man muss auch zugeben, dass die Wedeler das im zweiten Durchgang gut gemacht haben“, sagte TBS-Manager Caglar Cot.

Roland-Coach Philipp Obloch führte die Wende auch auf gelungene Schachzüge zurück. Mahmoud Djebbi rückte von der Sechs nach vorn, Yannik Kurowski übernahm den Part des rechten Verteidigers, der eingewechselte Okan Özütemiz wiederum stärkte die Offensive. Das waren die Maßnahmen zur Pause, die bei TBS Verwirrung stifteten.

Pechvogel Djebbi leitet die Aufholjagd ein

Für Djebbi wurde die Partie zum Wellenbad der Gefühle. Als ihm der Ball nach einer Abwehr von Keeper Kadir Katran ans Knie sprang, hatte er zunächst ein Eigentor fabriziert. Dann läutete Djebbi die Aufholjagd ein, indem er nach einem Zuspiel von Özütemiz das 1:3 erzielte.

Später holte er noch einen Freistoß heraus. Dilber hatte Glück, dass die TBS-Abwehrmauer den Ball abfälschte – 3:3.

Viel los in der Schlussphase

Hitzig wurde die Schlussphase: Hasan Simsek riss Dilber um und sah die Gelb-Rote Karte. Aus dem fälligen Freistoß resultierte das 3:4. Als sich Hasan Simsek und Frank Unbehaun rangelten, zeigte der Schiedsrichter beiden Akteuren die Ampelkarte.

Am Ende bedankte sich Obloch für den ersten Sieg nach drei Niederlagen auch bei Adnan Kubat und Daniel Schröder, die direkt aus dem Bosnien-Urlaub an der Müßentwiete vorfuhren. Schröder kam zwar gar nicht mehr zum Einsatz.

„Doch ihr pünktliches Erscheinen war natürlich ein schönes Signal ans Team, dass wir uns zusammen da unten raushangeln wollen“, freute sich Obloch. TBS aber büßte vorerst den Anschluss nach oben ein.

TBS Pinneberg – Roland Wedel 3:4 (2:0)

TBS Pinneberg: Yilmaz – Hak. Simsek, Kilinc, Türkoglu (75. Omar), Has. Simsek- – Ertürk (71. Bozuyla), Karakas – Karimi, Tuncer (56. Awis) – Yildiz, Yumut (81. Gergin).

Roland Wedel: Katran – Beltifa (46. Özütemiz), Rosemeier, Djebbi, Dilgin, Urban – Unbehaun, Bräuner (71. Kubat), Özdemir (61. Baygündüz) – Kurowski, Dilber.

Tore: 1:0 Djebbi (31./ET), 2:0 Ertürk (39.), 3:0 Yildiz (57.), 3:1 Djebbi (64.), 3:2 Dilber (71./FE), 3:3 Dilber (77.), 3:4 Dilber (85.)

Gelb-Rote Karten: Hak. Simsek (84.), Has. Simsek (90.+2/beide TBS), Unbehaun (Roland/90.+2).

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