Basketball : In Wedel fehlen die Mittel zum Aufstieg

Lee Jeka wird den SC Rist Wedel verlassen.
Lee Jeka wird den SC Rist Wedel verlassen.

Der SC Rist Wedel bleibt in der Pro B und bastelt am Kader

shz.de von
02. Juni 2014, 11:34 Uhr

Wedel | Der Dritte der abgelaufenen ProB-Saison nimmt sein Aufstiegsrecht in die nächst höhere Spielklasse nicht wahr, wie man von Seiten der Vereinsführung der Ligaleitung fristgerecht zum 31.5.14 mitgeteilt hat. Die Hürde der Ligaauflagen in Form eines Parkettbodens und einer deutlichen Aufstockung der Zuschauerkapazitäten war letztendlich zu hoch. Thorsten Fechner, verantwortlich für das Marketing beim SC Rist Wedel: „Wir haben in den letzten Wochen unsere Möglichkeiten geprüft, mussten aber feststellen, dass es derzeit für uns finanziell noch nicht reicht für die ProA. Wir werden weiter Schritt für Schritt an der Verbesserung der Rahmenbedingungen arbeiten und nach der nächsten Saison erneut schauen, was möglich ist.“

Durch den Verzicht auf seinen Startplatz schafft der SC Rist die Voraussetzung für ein Wildcardverfahren in der 2. Bundesliga ProA, von dem möglicherweise die neugegründeten Hamburg Towers profitieren könnten. „Aufgrund unserer geplanten Kooperation würden wir es sehr begrüßen, wenn die Liga einer Wildcard der Hamburg Towers zustimmt“, betont Gernot Guzielski, 1. Vorsitzender des SC Rist Wedel. „Eine gemeinsame Nachwuchsarbeit enthält große Chancen für beide Seiten und wird den Basketball in der Großregion Hamburg generell deutlich voranbringen.“

Der Start in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ist durch Gespräche mit Sponsoren in den letzten Wochen abgesichert worden. „Wir sind zuversichtlich, den Etat der letzten Saison auch dieses Jahr wieder auf die Beine zu stellen, wobei uns derzeit dazu noch zwei wichtige Zusagen von größeren Partnern fehlen“, so Marketingmann Fechner. Potential, den Minimaletat mittelfristig ausbauen zu können, sieht der Verein in einem neuen Sponsoringprojekt im Jugendbereich. Die Initiative, die in Kürze öffentlich vorgestellt werden soll, ist bereits im Kreise der aktuellen Sponsoren auf gute Resonanz gestoßen und soll bestehenden und neuen Partnern eine direkte Unterstützung der vielfach ausgezeichneten Rister Jugendarbeit ermöglichen.

Derweil wird intensiv am neuen Kader gearbeitet. Man ist guter Dinge, den Kern des letztjährigen Erfolgsteams zusammen halten zu können. Sicher ist lediglich, dass man Lee Jeka nicht wieder sehen wird in der Steinberghalle. Ihn zieht es aus privaten Gründen zurück in seine australische Heimat.


 

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