zur Navigation springen

Fussball-Landesliga : Immer wieder Rasensport

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fußball-Landesliga: Warum Peter Ehlers dem TSV Uetersen im Sommer den Rücken kehrt

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2015 | 16:00 Uhr

Vier Spielzeiten – von 1997 bis 2001 – hat Peter Ehlers seine Knochen für Rasensport Elmshorn hingehalten. Gemeinsam mit Ralf Palapies vom VfL Pinneberg an die Wilhelmstraße gekommen, war er eine Stütze der Grünen in der Abwehr. Heute ist Ehlers Trainer des TSV Uetersen, der Sonntag Gastgeber des Raspo-Nachfolgers FC Elmshorn im Landesliga-Kreisderby ist. Dennoch wird der einst in Elmshorn von den Fans gesungene Schlachtruf für ihn neue Bedeutung erhalten: „Immer wieder, immer wieder, immer wieder Rasensport!“

Der Grund: Ehlers ist eines von 22 Gründungsmitgliedern des am 26. August neu ins Leben gerufenen Vereins Rasensport Uetersen 1926. Aber Ehlers ist nicht nur Mitglied des neuen Klubs, der sich in der Tradition des gleichnamigen Vereins von 1926 sieht, sondern hat bereits verkündet, dort auch in der kommenden Saison mit seinem jetzigen Assistenten Frank Weche als Trainer tätig zu sein.

„Es war eine sehr schöne Zeit, die ich unter diesem Namen verbracht habe, und ich habe mich sehr gefreut, dass dieser wiederbelebt wird“, sagte Ehlers zu seinen Beweggründen. Dazu passt auch folgende Geschichte: Beim Aufräumen des Kleiderschranks fiel ihm jüngst ein schwarzes Baseballkäppi mit dem in weiß eingestickten Wort „RASPO“ – ohne das Elmshorner Wappen – in die Hände. „Die werde ich wieder bedenkenlos tragen können.“

Es ist nicht die einzige Pikanterie, denn auch die meisten Rasensport-Funktionäre haben eine TSV-Vergangenheit oder -Gegenwart: Der Vorsitzende Bernd Enderle hat viele Jahre die Fußballsparte des TSV geleitet, sein Stellvertreter Christian Förster hat erst im Sommer seine aktive Spielerkarriere an der Alsenstraße beendet.

Das alte Rasensport ging 1946 im TSV Uetersen auf. Eine Kooperation beider Vereine ist auch das, was Enderle & Co. vorschwebt. Käme diese nicht zu Stande, müsste Rasensport Uetersen mit allen Mannschaften als neu im Hamburger Fußball-Verband gemeldeter Verein in der niedrigsten Liga starten. Das hieße: Ehlers würde von August 2016 an einen Kreisklassenvertreter trainieren.

Will er das wirklich? Antwort Ehlers: „Hand aufs Herz: Das ist ein tolles Projekt, unabhängig davon ob die Mannschaft dann in der Kreisklasse oder in der Landesliga spielt.“

Bis dahin will er sich mit dem TSV Uetersen nicht vom Weg abbringen lassen, auch wenn es gegen die Top-Teams TuS Osdorf und TSV Sasel zuletzt zwei Niederlagen hagelte. Überhaupt ist die Elf aus der Rosenstadt bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben. „Die Gründe liegen aber nicht darin, dass es jetzt Rasensport Uetersen gibt“, meint Ehlers. Die Mannschaft sei davon unbelastet.

Derzeit laufen die Gespräche zwischen den Vorständen der beiden Klubs. Die nächste Runde ist auf den 16. November terminiert. Ob es dann schon eine endgültige Entscheidung gibt, ist fraglich.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen