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Landesliga Handball : Immer eine Antwort parat

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Esingens Trainer Nickel überrascht mit ungewöhnlichen Maßnahmen, die sich beim 30:27-Sieg über Elmshorn bezahlt machen.

Esingen | Es gibt Trainer, die aufgrund der Verletztenmisere in ihrem Team das Klagen anfangen. Es gibt aber auch Trainer, die entsprechend handeln. So ein Übungsleiter scheint Dennis Nickel von den Handballern des TuS Esingen II (Landesliga) zu sein. Wieder einmal musste der TuS-Coach sein Team aufgrund zweier neuer Verletzter umkrempeln – und griff zu einer leicht überraschenden Lösung: Da Jan-Michael Bruhn als etatmäßiger Torhüter ausfiel, beorderte Nickel Yannick Hellmich in den Kasten – und setzte sich als zweiter Torhüter mit auf den Spielberichtsbogen und damit aktiv auf die Bank.

Ein Umstand, der sich beim 30:27 (15:10) seines Teams gegen das Elmshorner HT lohnen sollte.

Hellmich erwischte einen starken Tag und feuerte sein Team „aus der Kiste“ an. Nickels Stunde schlug kurz vor der Pause, als er sich zum ersten Mal einwechseln musste, allerdings ein Tor kassierte. In der 34. Minute aber parierte er einen Siebenmeter. Letztlich entschied der TuS II die Partie, als sich die Tornescher bis zur 51. Minute auf 28:23 absetzten. Garanten für die erneuten zwei Punkte waren auch Rene Behrmann (6) und Tobias Lissner (8/3). Nickel hat immer eine Antwort parat und so ist der TuS Esingen II nach drei Spieltagen alleiniger Tabellenführer der Landesliga, getreu dem Motto Nickels: „Wenn unsere Erste aufsteigen sollte, wollen wir bereit sein.“ Den zweiten Teil der Aufgabe hat sein Team bis jetzt gut verinnerlicht.

Aber aufgepasst: Hinter dem TuS II lauern gleich fünf Mannschaften mit 4:2 Punkten, darunter der TSV Ellerbek III nach erster Saisonniederlage gegen den TuS Finkenwerder sowie Aufsteiger HSG Rissen/Wedel und der Geheimfavorit TSV Uetersen nach zweitem Saisonsieg. Bei den Frauen stehen dagegen zwei Rivalen punktgleich an der Spitze: Der TSV Uetersen hat nach dem 26:13 (16:6) gegen den Eimsbütteler TV II ebenso beeindruckende drei Siege auf dem Konto wie der Moorreger SV nach dem 27:17 (16:6) gegen den SC Alstertal-Langenhorn. Von einer Favoritenrolle wollen aber beide Trainer (Ralf Gothe, TSV und Andree Buhse, MSV) nach wie vor nichts wissen.

Der Rellinger TV jedenfalls feierte hingegen seinen ersten Sieg.

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erstellt am 01.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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