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Para-Triathletin Jana Hübner : „Ich freue mich auf London – auch ohne Chance“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Die Aussichten auf eine Medaille sind gering, sehr gering sogar. Die Vorfreude auf die Teilnahme am Grand Final der World Series im Para-Triathlon ist bei Janina Hübner aber um so größer. Der Wettkampf heute in London ist ihr bisher größter Wettkampf.

„Ich habe keine Chance, aber egal – ich freu mich einfach darauf“, sagt die 34 Jahre alte Elmshornerin, die gerade erst Deutsche Vizemeisterin im Super-Sprint geworden ist. Sie startet heute über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad und fünf Kilometer Laufen.

Die frühere Fußballerin, die von Geburt an ihren linken Arm kaum bewegen kann, gehört der Schadensklasse Tri4 an. Mit ihr im zwölf Frauen umfassenden Feld sind Sportlerinnen, die ebenfalls an den oberen Extremitäten eingeschränkt sind und Amputationen in diesem Bereich haben. Amputierte hätten, so Hübner, beim Schwimmen den Vorteil, mit dem Teil-Arm das Gleichgewicht im Wasser besser halten zu können.

„Ich schwimme Brust während die anderen kraulen“, sagte sie. Damit hat die Elmshornerin, die für den SC Itzehoe startet, zum Auftakt in den Dreikampf einen entscheidenden Nachteil, weil sie so langsamer als die Konkurrentinnen ist. Das Rennrad hat ihr Martin Schwier entsprechend modifiziert. Die Reise nach Großbritannien wird ein richtiger Familienausflug. Ehemann Thomas und ihre Eltern Ellen und Uwe Hübner sind mit nach London gereist. „Ich bin 34 – wer weiß, wie oft ich es noch machen kann.“

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