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TBS Pinneberg : „Ich fange fast bei Null an“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

TBS Pinneberg bricht in Halbzeit zwei gegen Uetersen ein und verliert nach 2:0-Führung mit 2:4

Pinneberg | „100 Prozent TBS“ – diese Aufschrift ziert die Trainingsanzüge der Pinneberger Landesliga-Fußballer von der Müssentwiete.

100-prozentig engagiert dabei war auch TBS-Trainer Bernhard Schwarz in der Anfangsphase des Spiels seines Teams gegen den TSV Uetersen. Bei jeder Aktion peitschte er sein Team verbal nach vorn, ging voll mit, was sich auf seine Spieler mehr und mehr übertrug: Direkter, schneller Fußball in die Spitze, die Zuschauer an der Müssentwiete staunten nicht schlecht, als plötzlich der Gastgeber gegen den Favoriten aus der Rosenstadt nach 33 Minuten mit 2:0 führte.

Zunächst hatte Urturul Kayali nach einem feinen Solo an der Strafraumgrenze für das 1:0 der Pinneberger gesorgt (11.), später legte Sonay Hayran per Elfmeter nach Foul an Onur Akcan nach (33.).

Der Gast hatte zwar seine Möglichkeiten, bekam TBS aber nicht in den Griff. Der erste Sieg für Neu-Coach Schwarz nach zwei empfindlichen Niederlagen zum Start schien bereits zur Pause in trockenen Tüchern – doch weit gefehlt. Wie verwandelt kam Uetersen aus der Kabine. Und wie verwandelt trat die Heimelf im zweiten Durchgang auf.

Alles, was in den ersten 45 Minuten noch so flüssig aussah, war wie verflogen. Woran lag’s? „Es fehlt schlichtweg die Kondition. Ich weiß nicht, was meine Vorgänger in diesem Bereich gemacht haben, aber da habe ich im Training erheblichen Nachholbedarf“, musste Schwarz nach dem Abpfiff zerknirscht einräumen. Sein Team lief fast nur noch hinterher. Und Uetersen drehte nach einer lauten Kabinenansprache von Trainer Peter Ehlers richtig auf – und das Spiel. Frank Saaba (50.) nach feinem Pass von Till Mosler in die Spitze, Kirill Shmakov artistisch nach einer Ecke und per Kopf nach einem Freistoß (61. und 70.) sowie Philipp Ehlers per Foulelfmeter (77.) sorgten dafür, dass die Partie auf den Kopf gestellt wurde und Uetersen verdient mit 4:2 siegte. „Nach dem 3:0 in der vergangenen Woche gegen TuRa Harksheide dachten wir, das geht von alleine so weiter. Wir sind zu überheblich ins Spiel gegangen“, gab Mosler hinterher zu. Und sein Trainer Peter Ehlers erklärte: „Wir haben in Halbzeit zwei gezeigt, was wir wirklich können. Was mich aber nervt, sind diese Schwankungen in unseren Leistungen, die müssen wir in den Griff bekommen.“

Diese Sorgen hätte Ehlers Pendat Schwarz gern. „Viele Verletzte, gesperrte Spieler sowie fehlende fußballerische Grundkenntnisse und Kondition. Ich muss hier leider fast bei Null anfangen“, so der Coach. Gute Ansätze sind da, aber bei 100 Prozent ist TBS noch lange nicht.

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erstellt am 29.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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