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Fussball-Oberliga : HR stürzt VfL tiefer in die Krise

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jeske bereitet beide Tore der Spielvereinigung gegen seinen ehemaligen Verein vor / Brameier sieht Gelb-Rot

Kein Tor selbst geschossen und doch der Matchwinner: Tim Jeske hat an alter Wirkungsstätte beide Treffer der SV Halstenbek-Rellingen zum 2:0 (1:0)-Erfolg im Oberliga-Derby beim VfL Pinneberg vorbereitet. „Ich sag ja immer: Es ist egal, wer die Tore schießt“, strahlte der blonder Stürmer, der einmal mehr zur Lebensversicherung der Baumschuler avancierte und so seinen Ex-Klub weiter in die Abstiegszone manövrierte.

Nach 20 Minuten nahm Jeske den öffnenden 40-Meter-Diagonal-Pass von Marcel Schöttke auf dem rechten Flügel auf, tunnelte Pinnebergs Innenverteidiger Kjell Ellerbrock und bediente dann Niklas Siebert. Der ließ mit einem platzierten Flachschuss Norman Baese keine Abwehrmöglichkeit.

Es war die erste – und auch für lange, lange Zeit einzige Chance der Gäste. Die Entscheidung in der Schlussminute war dann fast eine Blaupause des ersten Tores. Erneut war es ein Konter, bei dem Jeske zunächst an Baese scheiterte, der gerade zuvor eingewechselte Adulai Seidi das Spielgerät dann aber mit seiner ersten Ballberührung zum 2:0 über die Linie drückte.

Zwischen den beiden Toren mühten sich die Fußballer in den roten Jerseys der Heimmannschaft vergeblich um eine vernünftige Linie und vor allem gute Torchancen. „Wir haben vielleicht mehr vom Spiel, aber dafür kannst du dir nichts kaufen, wenn du keine Durchschlagskraft hast“, haderte VfL-Trainer Thorben Reibe. Dabei spielte seine Elf mehr als 50 Minuten in Überzahl. Benjamin Brameier, wie Jeske ein ehemaliger Pinneberger, hatte innerhalb von nur zwei Minuten erst Luis Diaz und anschließend dessen Bruder Daniel jeweils gelbwürdig umgegrätscht. „Wir haben das für ihn geholt“, band Jeske den Leader verbal sofort wieder mit ein.

HR stand fortan tief. Co-Trainer Matthias Reincke lobte: „In Anbetracht der Tatsache, dass wir schon erste Halbzeit mit zehn Mann arg dezimiert waren, hat die Mannschaft das super gemacht.“ Er hob hervor: „Wir haben eigentlich keine 100-prozentige Torchance zugelassen.“ Nur in der 53. Minuten musste Fabian Rußbüldt nach Kopfball von Kevin Koyro für seinen Keeper Mirko Oest gegen ein einschussbereiten Tim Vollmer klären. Alle Ansätze davor und danach wurden entweder von der vielbeinigen Halstenbeker Abwehr geblockt oder verfehlten das Ziel – so wie der VfL seinen Zielen derzeit weit hinterherläuft. Die SVHR hingegen scheint die Wende geschafft zu haben.

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erstellt am 05.Dez.2016 | 16:00 Uhr

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