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Fussball-Oberliga : HR auf den Spuren Kaiserslauterns

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ende Mai steht die Barthel-Elf im Hamburger Pokalfinale, am Wochenende droht der Abstieg in die Landesliga

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Wir schreiben das Jahr 1996. Nach einer krisengebeutelten Saison steigt der 1. FC Kaiserslautern aus der Fußball-Bundesliga ab – die Spielzeit hat aber trotzdem ein Happy-End für die Pfälzer parat. Nur eine Woche nach dem bitteren Abschied aus der Erstklassigkeit schlägt die Elf um Weltmeister Andreas Brehme den Karlsruher SC mit 1:0 und gewinnt zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte den DFB-Pokal.

21 Jahre später könnte Oberligist SV Halstenbek-Rellingen im Amateurbereich ein ähnliches Schicksal ereilen. Vor dem Derby am Sonntag beim SV Rugenbergen (14 Uhr) steckt die Gäste-Elf von Heiko Barthel, die erst Anfang Mai den Einzug ins Hamburger Pokal-Finale perfekt gemacht hat, in akuter Abstiegsgefahr. Tatsächlich könnte für HR nach dem 1:2 unter der Woche gegen den SV Curslack-Neuengamme bereits am 32. Spieltag die traurige Gewissheit bestehen, den Abstieg in die Landesliga nicht mehr verhindern zu können. „Wir brauchen ein Wunder“, weiß auch Trainer Barthel vor dem Auswärtsspiel in Bönningstedt um die schier aussichtslose Lage seiner Fußballer. Wenn der FC Süderelbe – in der Tabelle zurzeit acht Punkte vor HR – sein Heimspiel am Freitagabend gegen den SC Victoria gewinnt, die „Baumschuler“ ihrerseits bei Rugenbergen verlieren und der Niendorfer TSV zeitgleich mindestens einen Punkt gegen das bereits sicher abgestiegene Kosova holt, wäre die Barthel-Elf trotz dreier noch ausstehender Partien bereits nicht mehr zu retten. „Wir müssen alles gewinnen und die anderen quasi alles verlieren“, rechnet der HR-Coach vor.

Mit Schützenhilfe vom Kreisnachbarn können die Halstenbeker jedoch nicht rechnen. „Wir werden auf uns gucken und versuchen, noch einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Das wäre nach einer sehr inkonstanten Saison für uns noch ein versöhnliches Ende“, so SVR-Trainer Ralf Palapies. Man freue sich zwar mit HR, „dass sie das Pokalfinale erreicht haben“, doch der drohende Abstieg „ist nicht unsere Baustelle“.

Für den VfL Pinneberg hat sich das Thema Abstiegskampf endgültig mit dem 1:0 im Nachholspiel gegen Niendorf erledigt. Es besteht zwar immer noch die theoretische Chance, dass HR den VfL in der Tabelle hinter sich lässt, angesichts von einem Elf-Punkte-Vorsprung bei nur noch zwölf zu vergebenen Zählern für den Kreisrivalen grenzt das schon an Utopie. Zumal der VfL jene verschwindend geringen Restzweifel mit einem Sieg gegen den TSV Buchholz am Sonnabend selbst aus der Welt schaffen kann. „Wir wollen gegen Buchholz gerne gewinnen, so feiert sich das dann auch besser“, gibt Trainer Thorben Reibe die Marschroute vor. Doch der VfL-Coach weiß: „Das wird nicht einfach. Buchholz ist ein guter Gegner, die wollen sicher noch Vizemeister werden.“

Mit der Vizemeisterschaft hat der Wedeler TSV zwar nichts mehr am Hut, als Aufsteiger spielt man aber eine durchaus beachtliche Rolle in der Oberliga. Trainer Jörn Großkopf spricht von einer „sehr guten Saison“, gegen den FC Türkyie werde am Sonnabend „die Tagesform über Sieg und Niederlage entscheiden“. Hinsichtlich der Kaderplanung verriet Großkopf, dass man Gespräche mit einem defensiven (Niklas Sabas verlässt den Verein in Richtung Barmbek-Uhlenhorst) und einem offensiven Spieler führe und womöglich bald etwas zu vermelden habe.

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