Fußball-Verbandsliga : Horst beweist Geduld

Siebenmeilenstiefel: Horsts Doppeltorschütze Michel Gorny (Mitte) enteilt seinem Bewacher Tjomme Böwig (links), RWK-Keeper Philip Witt (vorn rechts) erwartet den Torschuss.
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Siebenmeilenstiefel: Horsts Doppeltorschütze Michel Gorny (Mitte) enteilt seinem Bewacher Tjomme Böwig (links), RWK-Keeper Philip Witt (vorn rechts) erwartet den Torschuss.

Erst in Halbzeit zwei sorgen Sommer und Gorny für Derby-Sieg des VfR über Rot-Weiß Kiebitzreihe.

shz.de von
16. März 2015, 16:02 Uhr

Die Anhänger des VfR Horst unter den 187 Zuschauern, die Stadionsprecher Torsten Bubat offiziell verkündete, mussten sich lange Zeit gedulden. Erst in Halbzeit zwei machten Florian Sommer (53.) sowie Michel Gorny (63., 73.) mit ihren Treffern alles klar und sorgten für den verdienten 3:0-Sieg der Gastgeber im Kreis Steinburg-Derby der Verbandsliga Süd-West über Rot-Weiß Kiebitzreihe.

Bei lausigem Fußballwetter mit unangenehm scharfem Wind war der Kontrast zwischen den Spielern und den Zuschauern schon sehr krass. Während die letzteren mit Winterstiefeln, dicken Jacken und Kopfbedeckungen am Spielfeldrand der Dinge verharrten, liefen nicht wenige Akteure mit kurzärmeligen Trikots auf.

Insbesondere die Horster legten sogleich fulminant los und hätten bereits nach acht Minuten in Führung gehen können. Einen direkt geschossenen Freistoß kratzte Philip Witt im RWK-Tor gerade noch unten rechts um den Pfosten.

Als die Begegnung gegen aufopferungsvoll und diszipliniert kämpfende Kiebitzreiher zu verflachen drohte, hätte Nils Niendorf die Führung für die Hausherren erzielen müssen. Aus knapp sechs Metern haute dieser die Kunstlederkugel jedoch über das Tor (38.). Auch Marco Strauer für RWK sowie Florian Sommer (beide 40.) hatten es auf dem Fuß, ließen die bietenden Chancen aber ebenfalls liegen. „Da müssen sie aber noch ordentlich zulegen“, war der VfR-Ehrenvorsitzende Peter Krohn bis zum Halbzeitpfiff wenig angetan ob der Vorstellung seiner Horster Mannschaft.

In der 53. Minute dann bewies „Flo“ Sommer, dass er es doch kann: Ein Mordshammer aus gut 24 Metern, „ein Schuss wie ein Strich“, so Sparrieshoops ehemaliger Fußballchef Ernst Lipholz, bei dem RWK-Keeper Philip Witt nicht den Hauch einer Chance hatte. „Gegen so einen Sonntagsschuss ist jeder Torwart machtlos“, nahm Kiebitzreihes Coach Oliver Schlegel seinen Schlussmann in Schutz.

Irgendwie war der Knoten danach geplatzt. Im Zehn-Minuten-Takt erhöhte Gorny auf den 3:0-Endstand. Dies nicht zuletzt auch deswegen, weil Gäste-Stürmer Michael Post vom Elfmeter-Punkt versagte. Den zwar hart, aber nicht sonderlich platziert geschossenen Strafstoß, parierte René Lemke mit Bravour.

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