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Fußball brutal im Kreis Pinneberg : Hoffen, dass durchgegriffen wird

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gewalt hat eine neue Qualität: Spielern wird nach der Partie aufgelauert und Schiedsrichter werden tätlich angegriffen.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Am Mittwoch um 19.35 Uhr ist in Hamburg-Jenfeld Sportgerichts-Termin. Die Kreisliga-Fußballer von Eintracht Rellingen werden dann Personen aus ihrem Umfeld nennen müssen, die bei einer Rudelbildung während des Punktspiels der Staffel 7 am 25. August gegen Komet Blankenese (3:4) auf den Rasen liefen.

„Um zu schlichten und um unsere eigenen Spieler zu schützen“, betont Eintracht-Trainer Dennis Himburg. Die Rellinger sind auf eine Geldstrafe wegen fehlenden Ordnungsdienstes eingestellt. Ansonsten hoffen sie, „dass durchgegriffen wird“ (Himburg). Zwei Blankeneser hatten sich so schwer daneben benommen, dass sie die Rote Karte sahen. Auch Fäuste flogen. In erster Instanz hatten die Blankeneser die Vorfälle heruntergespielt. Der zweite Termin vor dem Sportgericht soll nun Klarheit bringen.

Für Lennard Schulze kommt das alles zu spät. Fünf Spieler von Komet, dort inzwischen suspendiert, stehen in dem Verdacht, den Mittelfeldspieler des SC Cosmos Wedel einige Stunden nach dem 2:0 der Wedeler am 30. August bei Komet auf privater Ebene bewusstlos geschlagen zu haben. Schulze erstattete Anzeige gegen unbekannt. Bei der Polizei wird eine Gegenüberstellung erfolgen. Entsetzt ist Cosmos-Trainer Bernd Haladyn, dass sich drei der Verdächtigten offenbar bei der zweiten Mannschaft des Nachbarn FC Roland Wedel (Kreisklasse) zum Probetraining vorstellten.

„Von dem Angriff auf den Cosmos-Spieler weiß ich nichts“, sagte Trainer Stephan Kurowski (Roland II). Eines sei aber klar: „Unser Club ist kein Auffanglager für randalierende Spieler.“ Konsequent hatten er und der Vereinsvorstand deshalb auch die Rückkehr von Osman A., bisher TBS Pinneberg II, zum FC Roland abgelehnt. Wegen einer schweren Tätlichkeit im abgebrochenen Kreisklassen-Spiel am 11.August gegen den VfL Pinneberg II war A. mit einer neunmonatigen Sperre belegt worden. Ahmet S., der den Schiedsrichter schlug, muss gar ein Jahr pausieren. TBS hatte sich umgehend von beiden Akteuren getrennt.

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