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Hoffen auf eine neue Ära

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fußball: Elmshorns neuer Trainer Reza Khosravinejad zeigt sich optimistisch / Kader bleibt beisammen

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Den ersten Abend ließ Reza Khosravinejad als neuer Trainer des FC Elmshorn (diese Zeitung berichtete) noch ruhig angehen. „Wir fangen spielerisch an, um nach den ganzen Nachrichten wieder den Spaß am Fußball zu kriegen“, erklärte Co-Trainer Bernd Ruhser, der den aktiven Part des Abends mit viel Stretching und Dehnen begann. Allzu sehr gewöhnen sollten sich die Oberligaspieler an die lockere Gangart nicht. „Nächste Woche geht es in die Vollen“, kündigte Ruhser an.

Khosravinejad, Nachfolger des am Montag beurlaubten Achim Hollerieth, und Sportdirektor Helge Melzer haben bis zum mutmaßlich ersten Oberligaspiel – neu am Sonnabend, 15. Februar – gegen den SV Rugenbergen 19 Trainingseinheiten und fünf Testspiele angesetzt. Die erste Begegnung ist bereits am Mittwoch, 15. Januar, der Vergleich mit der eigenen Zweiten. Die Bezirksligavertretung ist bereits seit vergangener Woche im Training.

Beim Oberliga-Trainingsauftakt erschien Maximilian Waskow leicht erkrankt nur in zivil. Es fehlte Aytac Erman. Der mit acht Toren aktuell treffsicherste Elmshorner Oberligafußballer laboriert an einem Mittelfußbruch, den er sich beim Weihnachtsturnier in der Olympiahalle zugezogen hat. Er fällt voraussichtlich noch mindestens vier Wochen aus. Maurizio d’Urso wird voraussichtlich Mitte kommender Woche wieder einsteigen; ihm wurde in einem kurzen Eingriff ein von einer früheren Knöcheloperation herrührender Nagel entfernt.

Training und ab 14. Februar auch wieder Oberligaspiele ohne den am Montag beurlaubten Achim Hollerieth – daran werden sich die Fußballer noch gewöhnen müssen. Fabian Böwig jedenfalls geht es so. „Ich war immer in dem Gedanken, dass wir es bis zum Ende bringen“, sagte er – soll heißen: Abschied erst im Sommer.

Viel Zeit um zurückzublicken aber gibt sich Böwig nicht und schlägt markige Worte an. „Jetzt heißt es, Eier zeigen. Wir haben noch die Chance auf die Top vier oder fünf“, gibt sich der rustikale Sechser optimistisch. Die Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg, die den FCE von Rang drei auf Platz acht in der Oberliga abstürzen ließ, gilt es zu beenden. „Da sollte man sich als Verein und Mannschaft zusammenreißen.“ Sportlich werden sich die Akteure in Grün wahrscheinlich nicht allzusehr umstellen müssen. Wie sein Vorgänger ist Khosravinejad ein Verfechter des offensiven Spiels mit Kurzpässen. „Fußball muss man genießen – als Spieler und als Zuschauer“, hat der 36 Jahre B-Lizenz-Inhaber als sein Credo ausgegeben.

Khosravinejad war erst anfang Dezember beim Oberligisten SV Halstenbek-Rellingen als Assistenztrainer entlassen worden, nachdem er laut HR-Vereinsführung vor einem Ligaspiel gegen Dassendorf (0:2) den Gegner im Rahmen seiner Teamansprache verbal beleidigt haben soll, was der gebürtige Iraner jedoch bestreitet. „Ich bin sehr glücklich, mit dem FCE einen ambitionierten Klub mit professionellen Strukturen übernehmen zu dürfen. Ich möchte Elmshorn sportlich wieder an die Spitze führen und den Leuten beweisen, dass ich bei HR zu Unrecht freigestellt wurde“, so Khosravinejad zufrieden.

Der Kader, den Melzer nach wie vor für „fußballerisch stärker als im letzten Jahr“ hält, bleibt nach Angaben des Sportdirektors und Vereinspräsidenten in Personalunion mit bisher nur einer Ausnahme unverändert. Für den wie angekündigt zum FC Itzehoe in die schleswig-holsteinische Verbandsliga Süd-West zurückgekehrten Ersatzkeeper Björn Koblun muss ein Nachfolger gefunden werden. „Natürlich gucken wir nach einem zweiten Torhüter, weil das eine Position ist, die wir besetzen müssen“, unterstrich Ruhser.

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