Handball-Oberliga : Hoffen auf den Trainereffekt

Spielertrainer: Jonas Mecke (Ellerbek) ist noch nicht fit.
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Spielertrainer: Jonas Mecke (Ellerbek) ist noch nicht fit.

Jonas Mecke gibt morgen in Kiel sein Debüt als Interims-Coach des TSV Ellerbek.

shz.de von
08. Januar 2016, 00:36 Uhr

Christopher Behre, Jonas Mecke und Teammanager Andreas Letzner sind sich einig: Kevin Ehrenberg ist ein kompetenter Trainer und menschlich untadelig. Da seine Handballmänner vom TSV Ellerbek aber in zwölf Spielen der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein nur zweimal siegten und als Letzter in Abstiegsgefahr schweben, half Coach Ehrenberg auch die Wertschätzung nicht.

„Der Manager sagte, dass mit dem Kader trotz vieler verletzter Spieler mehr Punkte möglich gewesen wären“, nannte Ehrenberg den Grund der Trennung. Für die Wende soll Jonas Mecke sorgen. Der bis dato als Jugendtrainer erfahrene (noch verletzte) Linksaußen ist Interimstrainer und hat die Mannschaft auf das letzte Hinrunden-Spiel morgen beim THW Kiel II (20.10 Uhr, Helmut-Wriedt-Halle) vorbereitet. Vor der Jahreswende wurde Fußball gespielt, „um den Kopf frei zu bekommen“, sagte Mecke. „In den ersten Einheiten habe ich dann viel Abwehr trainiert.“ Die Defensivarbeit ist für ihn die Basis für Erfolge. Druck wegen des schmalen Punktekontos macht er sich nicht: „Für mich ist immer das nächste Spiel wichtig.“

Zur Vorbereitung auf den Gegner hat sich Mecke mit Videomaterial eingedeckt. „Ich glaube, wir können uns gut auf Kiel einstellen“, sagte er. „Sie haben einen quirligen Spielmacher und zwei gute Schützen. Aber wir treten in bester Besetzung an“, gibt sich Mecke optimistisch. Kevin Ehrenberg wünscht seiner alten Crew das Beste und will zumindest die Heimspiele verfolgen. Er ist aber skeptisch, ob das Ruder noch herumgerissen werden kann. „Es fehlen die Charaktere, die in schwierigen Phasen die Richtung vorgeben“, sagte er. Jonas Mecke scheint die fehlende Hierarchie im Team erkannt zu haben. „Es ist jetzt klar, wer auf dem Feld den Ton angibt“, so Rückraum-Ass Behre. Man darf gespannt sein, ob der erhoffte Trainereffekt eintritt.

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