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Oddset-Pokal : Hoffen auf den Lucky Punch

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Wedeler TSV geht als krasser Außenseiter in das Halbfinalduell gegen Eintracht Norderstedt

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Vor dem Anpfiff dürfen sie ruhig ein bisschen träumen. Von der Sensation, von der dicken Kohle. Als Hamburger Oddset-Pokalsieger gibts immerhin 140  000 Euro Startgeld im DFB-Pokal. Doch auf dem Rasen müssen die Landesliga-Fußballer des Wedeler TSV 90 (oder 120) Minuten hellwach sein. Gegner Eintracht Norderstedt wird die geringste Nachlässigkeit hart bestrafen.

Die Wedeler tauschten zunächst missmutige Kommentare aus, als sie für das Halbfinalspiel des laufenden Wettbewerbs den aktuellen Achten der Regionalliga Nord zugelost bekamen. „Sportlich die unangenehmste Aufgabe. Wirtschaftlich wäre Altona 93 attraktiver gewesen“, murrte Fußball-Koordinator Frank Ockens. „Über die gesamte Saison kann man sich mit der Regionalliga nicht messen. Aber in einem Spiel ist immer alles möglich“, sagt Trainer Heiko Barthel in der Zwischenzeit und hofft auf einen Lucky Punch.

Der Coach denkt nicht nur an den Mai 2008 zurück, als die Wedeler im Halbfinale nur unglücklich am späteren Cup-Sieger FC St. Pauli II scheiterten (1:2). Man könnte auch den 7. Februar 2016, als die Wedeler dem SC Concordia (Oberliga) beim 3:1 im Achtelfinale keine Chance ließen, als Beispiel anführen: Der Pokal schreibt bisweilen seine ganz eigenen Geschichten.

Das weiß allerdings auch Eintracht-Coach Thomas Seeliger, der einst beim FC Roland und beim WTSV sportlich groß wurde. Er beobachtete die Wedeler schon zweimal. Umgekehrt erledigten Heiko Barthel und WTSV-Manager Christoph Dobirr ihre Hausaufgaben.

Als Zeuge des Norderstedter 1:1 gegen den VfB Lübeck und mit Hilfe von Videomaterial machten sie sich ein ganz genaues Bild vom Favoriten. Auf jeder Position gelten die Norderstedter als besser besetzt. Mit Teamwork und Laufbereitschaft wie noch nie, ohne Rücksicht auf das schwere Punktspiel nur drei Tage später gegen den HEBC, wollen die Wedeler in Bestbesetzung dagegenhalten.

Einen entscheidenden Schritt weiter sind die Wedeler indes mit Blick auf die Trainerfrage für die kommende Spielzeit. Da der zum Saisonende auslaufende Vertrag von Wunschkandidat Jörn Großkopf beim KFC Uerdingen (Oberliga Niederrhein) nicht verlängert wird, steht einem künftigen Engagement des 49-Jährigen an der Schulauer Straße demnach nichts mehr im Wege.

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