Leichtathletik : Höhenflug wie im Film

Im Sportpark Brandberge  überquert Fenja Krohn (LG Elmshorn) erstmals die auf 1,82 Meter liegende Hochsprunglatte.
Im Sportpark Brandberge überquert Fenja Krohn (LG Elmshorn) erstmals die auf 1,82 Meter liegende Hochsprunglatte.

Elmshorner Hochspringerin Fenja Krohn verhilft Deutschland zum Sieg im Länderkampf / WM-Norm erreicht

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04. März 2014, 16:00 Uhr

Die Erfolgsserie von Fenja Krohn reißt nicht ab – im Gegenteil. Bei ihrem allerersten Auftritt im Trikot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) überraschte sie die Nationaltrainer, ihren Heimtrainer Richard Troper von der Leichtathletik-Gemeinschaft Elmshorn und vor allem auch sich selbst: Die 17-jährige Schülerin gewann den hochklassigen Wettbewerb im Sportpark Brandberge mit erstklassigen 1,82 Metern. Damit verbesserte Fenja ihre erst zwei Wochen alte Bestmarke erneut, dieses Mal um satte drei Zentimeter. Damit verhalf sie dem DLV zum Sieg mit 193 Punkten vor Frankreich (161) und Italien (135).

„Auch wenn die Hallensaison schon irre lang gewesen ist – ich könnte so weiter machen. Irgendwie habe ich derzeit einen Lauf und bin voller Mut, Zuversicht und Selbstvertrauen“, jubelte Krohn nach ihrem hohen Satz. Von Nervosität, Anspannung oder gar Angst, auf dieser Bühne zu springen konnte nicht die Rede sein. Beleg dafür ist, dass sie die 1,82 Meter gleich im ersten Versuch gemeistert hat. Die später auf den Plätzen zwei bis fünf rangierenden Konkurrentinnen scheiterten allesamt an dieser Höhe. So liest sich das Endresultat wie ein Märchen:
1. Fenja Krohn - Deutschland 1,82 Meter, 2. Valerie Bonnet - Frankreich 1,79 Meter, 3. Erika Fulani - Italien 1,79 Meter.

Die zweite deutsche Starterin und Jahresbeste, Selina Schulenburg vom TSV Altenholz, wurde mit gleicher Höhe Fünfte.

Mit den sechs Punkten, die Fenja Krohn beisteuern konnte, trug die Elmshornerin maßgeblich zum Sieg des DLV bei der den Länderkampf mit 193 Punkten für sich entscheiden konnte, gefolgt von den Ländervertretungen Frankreichs mit 161 Punkten und Italien, die auf 135 Punkte kamen. Als zweite Starterin aus dem Kreis Pinneberg lief Carolin Kirtzel (19) von der LG Wedel-Pinneberg über 1500 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 4:21:69 Minuten hinter Konstanze Klosterhalfen (Leverkusen) zu einem deutschen Doppelsieg über diese Strecke.

Fenja Krohn denkt bereits weiter: „Die letzten zwei Wochen laufen wie im Film ab und wer weiß, vielleicht gibt es im Sommer mit den Weltmeisterschaften ja ein Happy End.“ Mit den übersprungenen 1,82 Meter hätte die Schülerin eigentlich auch die Norm für die U 20-WM im Freien sicher.

Doch Halle ist eben nicht gleich Freiluft; sie muss für das WM-Ticket diese Leistung noch einmal unter freiem Himmel wiederholen. Schafft sie das, wäre die Schülerin nach Torben Bieler die zweite Athletin der LG Elmshorn, die das Kunststück fertig bringt, sich für eine Jugend-Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

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