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American Football : Heftiger Schuss vor den Bug

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

American Football: Elmshorn Fighting Pirates erleiden Schiffbruch mit 14:48 gegen Bielefeld Bulldogs

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 16:02 Uhr

Um 15.11 Uhr zündete Uwe Altemeier erstmals die Kanone: der erste Heim-Touchdown für die Elmshorn Fighting Pirates in der 2. Bundesliga. Jannik Nowak trug einen Pass von Quarterback Tribble Reese über 40 Meter in die Endzone. Ein toller Auftakt gegen die Bielefeld Bulldogs, doch von da an wehte den Seeräubern ein so kräftiger Sturm ins Gesicht, dass sie Schiffbruch erlitten. In Zahlen ausgedrückt: Die Pirates unterlagen 14:48 (7:27). „Leider haben uns die Gäste zeitweise wie an einem Nasenring durch das Stadion geschleift“, sagte Elmshorns Chefcoach Stefan Mau, der seiner Mannschaft trotzdem eine bessere Teamleistung als noch vor zwei Wochen gegen die Hamburg Huskies attestierte.

Vor fast 1000 Zuschauern aber bekam der Gastgeber dennoch schnell seine Grenzen aufgezeigt. Mit nur vier Spielzügen überquerten die Gäste das gesamte Feld, ehe der US-Amerikaner Bert Smith die Elmshorner Endzone enterte. Wenig später tanzte Phillip Gamble, ebenfalls aus den USA, auf engstem Raum sechs Elmshorner Abwehrspieler aus: 7:13. Und so ging es weiter. Bis zur Halbzeit brachten die Bulldogs jeden Drive in die Endzone, die Elmshorner kamen nicht einmal bis zum nächsten ersten Versuch, ehe sie das Angriffsrecht wieder aus der Hand geben mussten.

Zusätzlich ärgerlich: Ein Kick-off-Return-Touchdown von Nowak, der den Ball praktisch über den ganzen Platz ins Ziel getragen hatte, wurde wegen eine irregulären Blocks in den Rücken von den Schiedsrichtern nicht anerkannt. Es war nur eine von vielen Strafen gegen die Pirates.

Die Hausherren mussten schon vor Spielbeginn den ersten Schock verdauen. Runningback und All-Time-Topscorer Alexander Jakusch hat dem Trainerteam nach dem Aufwärmen angedeutet, dass mit ihm wegen einer Archillessehnenverletzung nicht zu rechnen ist. Jakusch wurde von Marvin Kutz vertreten, dem Mau nach Abpfiff ein gutes Spiel attestierte. Ebenso mussten die Pirates auf Linebacker Torben Stockfleth verzichten, der wie viele andere Spieler verletzungsbedingt ausfiel.

Die zweite Spielhälfte gestalteten die Elmshorner dann ausgeglichener. Nowak blieb es vorbehalten, nach dem ersten auch den letzten Touchdownpass der Partie zu fangen. An der Niederlage änderte dies nichts. Für Mau ist der Sieg der Bielefelder etwas zu hoch ausgefallen: „Wir hätten ein, zwei Touchdowns mehr erzielen können und den Bulldogs ein, zwei Mal entschlossener entgegentreten müssen, dann wäre das Ergebnis nicht ganz so deutlich gewesen.“

Optimismus versprühte Ober-Pirat Jörg Lorenz. „Die 985 Zuschauer haben heute gesehen, dass wir wollen und können“, sagte der Pirates-Vorsitzende. An einem so starken Gegner, wie den Bielefeldern dürfe man scheitern.

Der Nachholtermin für den ausgefallenen American Day steht nun auch fest: Am Sonnabend, 14.Juni, wenn es gegen Mitaufsteiger Hildesheim Invaders geht, soll das Spektakel im Krückaustadion stattfinden.

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