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Geschwister im Sport : Hauptsache der Ball ist im Spiel

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Jermies-Brüder teilen die gleiche Leidenschaft, wenn auch mal mit dem Fuß und mal mit der Hand.

Als Kinder fangen Geschwister oft den gleichen Sport an. Wie es ist, wenn sie auch im Erwachsenenalter dabei bleiben und vielleicht sogar in einer Mannschaft spielen, erzählen sie in einer losen Serie. Heute: Micha, Jonas und Leon Jermies, Fußballer von Rot-Weiß Kiebitzreihe und Handballer bei der HSG Horst/Kiebitzreihe.

Während Jonas Jermies (29) nach seiner schweren und langwierigen Verletzung, einem dreifachen Bänderriss, noch behutsam im Aufbautraining steht, ist sein jüngerer Bruder Leon (21) mittendrin im Abstiegskampf. Beide gehören sie zu den Haien, den Handballern, die in der Schleswig-Holstein-Liga um den Klassenerhalt kämpfen. Die beiden Kiebitzreiher gehören der Handball-Spielgemeinschaft Horst/Kiebitzreihe seit deren Gründung im Jahr 2010 an. Nach wie vor Rot-Weißer ist der dritte Bruder im Bunde:, den allerdings der Abstiegskampf eint: Micha (27) kämpft mit den Fußballern von Rot-Weiß Kiebitzreihe um den Verbleib in der Verbandsliga, das nächste Mal am Sonnabend zu Hause gegen den Tabellenzweiten TSV Wankendorf (16 Uhr, Schulstraße).

#MJ2, so das Kürzel des Verteidigers in der schleswig-holsteinischen Staffel Süd-West, liebt neben seinem Hobby mit dem runden Spielgerät noch das Brandungsangeln. „An der Ostsee gibt es ein paar schöne Stellen“, verrät Micha Jermies genauso, wie er auch „gelegentlich mal zum Kanufahren nach Schweden“ gefahren ist. Soweit es dem dem zweifachen Vater die Zeit erlaubt, reist er gerne. In Vietnam, Kambodscha und Sri Lanka war er genauso wie in Malaysia. „Mich interessieren die Menschen und die Vielfältigkeit der Natur“, so der gelernte Konstruktionsmechaniker.

Auch sein älterer Bruder Jonas reist gern. „Allerdings mehr Urlaub mit der Familie“, bekennt der Rekonvaleszent. Nach Norwegen oder Dänemark auf Wandertour, zum Wintersport nach Österreich und Italien, lauten die Reiseziele. Ein anderes Hobby ist das Klettern. „In Hamburg-Eidelstedt gibt es eine Sportkletterwand. Da bin ich gelegentlich“, so #JJ6. Seine Leidenschaft jedoch gilt alten Fahrrädern. „Das hat noch was“, schwärmt der gelernte Zimmerer, der heute allerdings als Vertretungslehrer an der Raboisenschule arbeitet. Möglich gemacht hat das ein Studium in Bautechnik und Mathematik für berufliche Schulen. In der Richtung soll es auch weitergehen. „Nach der Sommerpause plane ich ein Referendariat an einer beruflichen Schule“, erklärt Jonas Jermies seine weiteren beruflichen Pläne.

Klare Ziele hat auch der jüngste Bruder Leon. Das schließt alles mit ein: beruflich, familiär, sportlich. „Mit 30 Jahren will ich mit beiden Beinen fest im Leben stehen“, weiß Leon ziemlich genau, was er will. Der Auszubildende hat eine „eine spezielle Ausbildung für Abiturienten“ angefangen: Ein duales Ausbildungssystem, welches nach eineinhalb Jahren den Abschluss zum Einzelhandelskaufmann beinhaltet und nach weiteren eineinhalb Jahren zum Handelsfachwirt endet. „Und mit spätestens 30 Jahren will ich irgendwo Marktleiter sein“, so Leon.

Als Ausgleich dartet Leon gerne oder ist ebenfalls mit dem Kanu unterwegs. „In der Außenalster oder der Treene geht das ganz gut“, so der Rechtsaußen der Haie, der mit etwa sechs Jahren zum Handballsport gekommen ist: „Zusammen mit meinem besten Freund, schon in der Grundschule.“ Sein bester Freund, das ist Mattes Grefe, der in der zweiten Mannschaft der HSG spielt.

Im Abstiegskampf hat Leon Jermies mit den Haien wie sein älterer Bruder Micha eine nahezu unlösbare Aufgabe vor der Brust. Morgen, Freitag, kommt Schleswig-Holstein-Liga-Tabellenführer HSG Mönkeberg-Schönkirchen (20.30 Uhr, Horst, Jacob-Struve-Schule).

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