„Elbmarsch-Cup“ : Haseldorf mit letztem Aufgebot

Fußball: Gastgeber TVH startet heute mit großen Personalsorgen in den „Elbmarsch-Cup“. Moorrege und Hetlingen sind die Favoriten.

shz.de von
13. Juli 2015, 16:00 Uhr

„Wir kämpfen wie verrückt. Aber ich kann nicht garantieren, dass es gut geht“, sagt Jörg Dalecki, der Fußball-Obmann des TV Haseldorf. Auf dem 21. Turnier um den Wanderpokal der Raiffeisenbank Elbmarsch, das der TVH an den kommenden fünf Abenden im Schlosspark-Stadion ausrichtet, lastet eine Hypothek. Müssen die Haseldorfer Fans befürchten, ihr Team nach dem Turnier-Ende ein Jahr lang nicht mehr zu Gesicht zu bekommen? „Ausgeschlossen ist das nicht“, räumt Dalecki ein.

Äußerlich wird alles so sein wie immer. Die Haseldorfer stellen zwei Bierbuden hin. Auf dem Grill brutzeln die Würstchen. Doch Dalecki sorgt sich um den Fortbestand des TVH-Teams im Spielbetrieb des Hamburger Fußball-Verbandes. Vergangene Serie waren die Haseldorfer von einem unfassbaren Verletzungspech gebeutelt, das den Abstieg in die Kreisklasse zur Folge hatte.

Aufgrund der sportlich unbefriedigenden Lage verabschiedeten sich nach Johannes Scheck (Heidgrabener SV) kurzfristig auch noch die Stammkräfte Lars Rose und Joschua Heinsohn (Moorreger SV). Dalecki verzieht das Gesicht. „Das hat uns die Beine weggerissen.“ Beim Elbmarsch-Turnier wolle man trotzdem ein schlagkräftiges Team aufbieten. A-Junioren, Alte Herren und drei Gastspieler treten heute Abend zum Auftakt des Turniers an, die gröbsten Lücken zu schließend und die eigenen Fans nicht zu enttäuschen.

Den Status als ewiger Turnier-Favorit sind die bislang zehn Mal siegreichen Haseldorfer aber los. Auch der TSV Holm nach seinem Verlust der Bezirksliga-Zugehörigkeit und der TSV Heist (Kreisliga-Absteiger) stellen sich zurzeit neu auf.

Ist das die Chance des Moorreger SV (Kreisliga) und des Hetlinger MTV (Kreisliga-Rückkehrer), die den „Raiba-Cup“ noch nie gewannen, sich endlich zu profilieren?  

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