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Rhönradturnen : Hannah Plewa hat große Ziele

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die zwölfjährige Bönningstedterin gewinnt bei ihrer ersten Deutschen Jugendmeisterschaft die Silbermedaille.

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Mit ihrem zweiten Platz bei den 52. Deutschen Jugendmeisterschaften im Rhönradturnen war Hannah Plewa richtig zufrieden. Die zwölfjährige Nachwuchsturnerin des SV Rugenbergen zeigte in Essen drei wirklich gute Durchgänge in den Disziplinen Geradeturnen, Spirale sowie Sprung und sicherte sich damit die Silbermedaille bei ihren ersten Deutschen Meisterschaften in der Altersklasse AK 12.

Ihr Trainer Simon Knapp war von ihrem Auftreten durchaus beeindruckt: „Das hat sie ganz souverän gemacht. Vor Wettkämpfen ist sie oft noch sehr aufgeregt, aber diesmal ist sie richtig cool geblieben.“ Bei den Norddeutschen Titelkämpfen eine Woche zuvor wurde die Bönningstedterin Zweite hinter Marie Kraft vom Ski-Club Brilon. Bei den Deutschen Meisterschaften ließ Plewa die Konkurrentin aus dem Norden indes hinter sich. „Ich habe meine Übungen super durchgeturnt. Das war wirklich toll“, sagte sie. Besser war in ihrem Jahrgang in Essen nur Lea Gmeiner vom TV Senden-Ay aus dem Süddeutschen Raum, die mit 20,00 Punkten nur 0,35 Punkte Vorsprung hatte.

Die Saison für die Nachwuchsturner ist vorerst beendet. In diesem Jahr gibt es nur noch Wettkämpfe für Erwachsene. Dennoch hat Hannah einen vollen Trainingsplan. „Ich bin ungefähr drei bis fünf mal pro Woche in der Halle. Im Moment probieren wir immer wieder neue Sachen aus“, sagt die Schülerin der Bönningstedter Gemeinschaftsschule, die Rhönradturnen seit gut vier Jahren betreibt.

„Vorher hat sie schon vier Jahre lang Ballett gemacht“, so ihre Mutter Danielle Plewa, die ihre Tochter immer wenn es geht, zu den Wettkämpfen begleitet. Im kommenden Jahr wird die deutsche Vizemeisterin in der Altersklasse der 13- bis 14-Jährigen starten. „Dann sind auch neue Schwierigkeiten gefordert, an denen wir zum Teil jetzt schon arbeiten. Sprung und Spirale turnt sie zwar erst seit diesem Jahr. Aber da ist sie schon deutlich weiter als ihre Konkurrenz. Hannah hat noch Potenzial, sie ist sehr fleißig und ehrgeizig“, ist Coach Knapp voll des Lobes für das Talent, das seinen Vorbildern Yana Looft und Marcel Schawo nacheifern möchte. „Ich würde auch wahnsinnig gerne mal zu einer Weltmeisterschaft fahren. Das wäre ein Traum“, sagt sie.

Das Geschehen bei der WM in Cincinnati/USA (19. bis 26. Juni) wird sie ganz genau verfolgen. Wenn Looft und Schawo zurückkommen, stehen im Herbst die Deutschen Vereinsmannschaftsmeisterschaften an. „Schon im vergangenen Jahr haben wir gewitzelt, dass es doch möglich wäre, Hannah in die Mannschaft einzubinden“, sagt Danielle Plewa. Und auch ihr Trainer findet den Gedanken gar nicht so abwegig. „Wir hatten so viel Vorsprung auf die Zweitplatzierten, da wäre es denkbar, mal mit einem reinen Bönningstedter Team anzutreten.“

Eine Trainingspause macht Hannah jedenfalls nur, wenn sie mit ihrer Familie in den Urlaub fährt, ansonsten ist sie viel zu gern im Rhönrad. „Gerade erst habe ich eine neue Figur geübt. Es war ein seitlicher Spagat auf dem flach drehenden Rhönrad in der Spirale“, sagt sie und es klingt so, als wäre sie auch mit dem Ergebnis ihres letzten Trainings sehr zufrieden.

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