Hallenfussball : Hallenmeister und HSV-Fans

Stimmungsvoll: Wie hier beim Allianz-Cup in Niendorf sollen die HSV III-Fans auch in Halstenbek für Bundesliga-Flair sorgen.
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Stimmungsvoll: Wie hier beim Allianz-Cup in Niendorf sollen die HSV III-Fans auch in Halstenbek für Bundesliga-Flair sorgen.

Heute startet das Hallenturnier um den Sottman-Cup der SV HR mit vielen Derbys. HR-Präsident appelliert an Spieler.

shz.de von
16. Januar 2015, 16:00 Uhr

Halstenbek | Wenn die 25 ehrenamtlichen Helfer heute Mittag nach Schulschluss in der Sporthalle der Schule an der Feldstraße in Halstenbek anrücken, drängt die Zeit. Bis 17.30 Uhr müssen die Banden rundum das Spielfeld, die Werbebanner und die vielen Tische für die Verköstigung der Zuschauer aufgebaut sein, dann nämlich startet das Hallenturnier um den 5. Sottmann-Cup, den die Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen ausrichten.

Deren Präsident, Hans Jürgen Stammer, macht sich aber keine Sorgen: „Unser Team ist absolut eingespielt, da sitzt jeder Handgriff.“ Vor allem HR-Veteran Hans Reck und seine Mitstreiter wissen ganz genau, was sie tun. Binnen weniger Stunden bauen sie die Bande auf, die jahrelange Erfahrung spielt ihnen dabei in die Karten. Die Spieler freut’s, bereits heute Abend sind spannende Kreis-Duelle zu erwarten – und gute Stimmung. „SuS Waldenau bringt traditionell viele Zuschauer mit, das war schon beim Bert Meyer-Cup in Pinneberg so“, freut sich der in Waldenau wohnhafte Stammer auf den Zuspruch aus seiner Heimat. Neben dem Kreisligisten Waldenau, der in der Gruppe B des Vorturniers auf den VfL Pinneberg II (Landesliga), die A-Junioren des Gastgebers, den Kummerfelder SV (Kreisliga) und Union Tornesch (Bezirksliga) treffen wird, zählt in der Gruppe A auch die Zweite Mannschaft HRs (Titelverteidiger aus der Bezirksliga) zu den Favoriten, für die erstmals Rückkehrer Dennis Kubowski (34, Tor) zum Einsatz kommen soll. Der SC Pinneberg (Sieger des 2. Vorturniers beim Bert Meyer-Cup) wird jedoch versuchen, HR II den Gruppensieg streitig zu machen.

Der Sieger des Vorturniers qualifiziert sich wie gewohnt für das Hauptturnier am Sonnabend (ab 13.50 Uhr), vor dessen Start Stammer aus gegebenem Anlass ein paar besänftigende Worte an die Spieler richten will – vor allem an die der eigenen ersten Herrenmannschaft, aber auch an die des Oberligisten VfL Pinneberg. Der Grund: Beim Hallenmasters vor gut einer Woche und beim Endspiel um den Bert Meyer-Cup vor knapp zwei Wochen waren Akteure beider Teams verbal aneinandergeraten.

„Wir müssen wieder zur Normalität zurückfinden“, sagt Stammer. Damit dies gelingt, griff HR-Manager Detlef Kebbe unter der Woche zum Telefonhörer, um VfL-Fußballvorstand Konrad Kosmalla zu kontaktieren. „Es ist müßig, nun zu sagen, wer genau Schuld an den Vorfällen hatte. Man kann sich da auch nicht von einer Mitschuld freisprechen. Wichtig für die Zukunft ist aber, dass man wieder ein positives Verhältnis miteinander anstrebt. Das wollen wir tun. Ich hatte deshalb die Idee, dass Verantwortliche von HR und vom VfL vor Turnierbeginn an die Spieler appellieren, wieder fair miteinander umzugehen“, erklärte Kebbe seinen Schlichtungsversuch. Ob sich VfL-Verantwortliche an der Ansprache beteiligen werden, ist noch nicht bestätigt.

Keine übertriebene Härte

Stammer jedenfalls will seine Eröffnungsrede dafür nutzen, die Ballkünstler daran zu erinnern, dass übertriebene Härte in der Halle zu schweren Verletzungen führen kann. „Ich erinnere nur an die jüngste Verletzung unseres Spielmachers Nikola Maksimovic, der in Alsterdorf einen Wadenbeinbruch erlitt – auch wenn es Pech und kein Foul des Gegners war.“

Auf faires Verhalten hofft Stammer nicht nur auf dem Parkett, sondern auch auf den Zuschauerrängen, auf denen die Anhänger des Hamburger SV III (Gruppe A, Bezirksliga Nord) für mächtig Stimmung sorgen sollen. Weil der HSV seine Profiabteilung jüngst aus dem Gesamtverein ausgegliedert und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt hat, hat eine nicht unbeträchtliche Zahl von AG-kritischen Anhängern der Bundesliga-Mannschaft den Rücken gekehrt und sich der dritten Mannschaft zugewendet.

Knapp 300 sollen auf der Internetplattform Facebook ihr Kommen angekündigt haben – aber nur 80 Plätze kann HR für die HSV-Schlachtenbummler in der Halle zur Verfügung stellen. „Unser Manager Detlef Kebbe hat deshalb Personal vom HSV-Sicherheitsdienst aus der Imtech-Arena organisiert, die kennen die HSV-Fans und werden für Ruhe und Ordnung sorgen“, so Stammer.

Ansporn durch gute Stimmung

Die gute Stimmung soll auch den frischgebackenen Hamburger Hallenmeister SV Rugenbergen anspornen, der mit dem HSV III, dem Qualifikanten des Vortages und HR in der Gruppe A antreten wird.

„Wir können behaupten, dass wir das einzige Turnier im Kreis sind, bei dem alle hiesigen Oberligisten und gleichzeitig der aktuelle Hallenmeister am Start sind“, so Stammer stolz – der Ball kann rollen, dem guten Zeit-Management der vielen Helfer sei Dank.  

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