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Volleyball : Halbleeres oder halbvolles Glas? VfL-Volleyballer lassen Punkte liegen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Wir haben eigentlich ganz ordentlich gespielt“ – aber mehr als ein Trostpunkt war für den VfL Pinneberg nicht drin.

Pinneberg | Eigentlich wollten die Drittliga-Volleyballer des VfL Pinneberg ihrem Physiotherapeuten Niels Niemann einen Dreier zum Geburtstag schenken, oder zumindest einen Sieg. Am Ende war es der eine magere Trostpunkt nach einer Niederlage gegen Warnemünde im Tie-Break, den die Mannschaft nachts mit zur Feier in die Hamburger Partymeile „Schanze“ brachte – und die einhellige Meinung: Da war mehr drin.

„Wir haben eigentlich ganz ordentlich gespielt“, befand VfL-Kapitän Lars Lydorf nach der Rückreise, „allerdings haben wir uns in der entscheidenden Situation eine ärgerliche Schwächephase gegönnt“, ärgerte er sich rückblickend über die Phase zu Beginn des Tie-Breaks, als die Pinneberger nach ausgeglichenem Beginn eine Serie von Warnemünder Aufschlägen nicht in eigene Rückschlagpunkte ummünzen konnten und die Hausherren bis zum 3:8-Seitenwechsel ziehen lassen mussten. Zwar fing sich das Team dann und konnte noch auf 11:12 herankommen, am Ende aber die 12:15-Niederlage nicht mehr verhindern. Besonders bitter: Der VfL hatte den vorherigen Satz nach Belieben diktiert, ihn mit 25:13 gewonnen. „Dann hat Warnemünde aber den Schalter wieder umgelegt und wir haben es versäumt, entsprechend gegenzuhalten“, so ein zerknirschter Außenangreifer Christian Copf, „dass wir in Summe sogar vier Punkte mehr gemacht haben, nützte uns am Ende auch nichts.“

Bei der Geburtstagsfeier gab es genügend Anschauungsobjekte zur Diskussion, ob das Glas jetzt halb voll oder halb leer ist. Positiv ist jedoch, dass der VfL aus den letzten sechs Spielen fünfmal mit Punkten nach Hause gefahren ist und den Weg aus dem Tabellenkeller zumindest kontinuierlich beschreitet. Allerdings hat der Club es auch verpasst, mit einem Sieg am Lokalrivalen Norderstedt vorbeizuziehen und damit nominell wieder bestes Team aus Hamburg und dem Umland zu sein.

„Letztendlich können wir darüber aber endlos diskutieren“, befand Außenangreifer Sebastian Tanner, der sich mit einer spektakulären Rettungsaktion per akrobatischem Fallrückzieher den neuen Spitznamen „Messi“ sichern konnte. „Fakt ist, dass wir es im Nachhinein nicht mehr ändern können. Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen und in zwei Wochen gestärkt daraus hervorgehen.“

Dann nämlich kommt Potsdam-Waldstadt zum letzten Heimspiel der Saison in die Jahnhalle. Dort will der VfL vor voller Kulisse sich nicht nur mit einer ansprechenden Leistung bei seinen treuen Zuschauern bedanken, sondern auch mit einem Sieg.

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erstellt am 10.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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