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Fußball-Verbandsliga : „Gut gespielt“ reicht nicht aus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Schwache Chancenverwertung bringt VfR Horst beim 0:4 in Wankendorf um den Lohn.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2015 | 16:00 Uhr

„Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht, waren zweikampfstark und haben uns zahlreiche Chancen erarbeitet.“ Worte von Lars Lühmann, die wie jene eines siegreichen Fußballtrainers klingen. Umso paradoxer erscheint da der Endstand der Begegnung, auf welche sich der Coach von Verbandsligist VfR Horst in seiner Aussage bezieht. So setzte es für den VfR beim TSV Wankendorf eine 0:4 (0:2)-Niederlage. Hierbei von einem „guten Spiel“ der Horster zu sprechen, erscheint auf den ersten Blick weit hergeholt. Und doch spiegelt das vermeintlich klare 0:4 aus VfR-Sicht in keinster Weise die Kräfteverhältnisse während der 90 Minuten wider.

Vielmehr war es die Effektivität, die am Sonnabendnachmittag im Wankendorfer Jahnstadion über Sieger und Verlierer entschied. „Wer seine Chancen nicht nutzt“, bemühte Lühmann daher den ersten Teil einer altbekannten Fußballerweisheit. Teil zwei ergänzten dann die Wankendorfer mit ihrer entsprechenden „Bestrafung“ für die fahrlässigen Gäste in Form von vier Toren. Die gleiche Anzahl hätte aber auch der VfR auf der Habenseite verbuchen können. Angefangen bei Paris Bruhn, der nach 12 Minuten frei im Strafraum stehend an TSV-Keeper Matthias Balzer scheiterte.

Ganz anders Arne Duggen, der gleich die erste Möglichkeit für die Hausherren per Kopf nach Freistoß zum 1:0 veredelte (7.). Vor der Pause dann der nächste Nackenschlag für den gerade in der Anfangsphase überlegenen VfR, als Cosimo Maniscalco nach eigenem Ballverlust mitansehen musste, wie Lennard Hopp den daraus resultierenden Konter eiskalt zum 2:0 abschloss. „Die beiden Gegentreffer haben den Spielverlauf natürlich auf den Kopf gestellt“, gibt Lühmann zu, ergänzt aber im gleichen Atemzug: „In der Halbzeitpause war bei den Jungs noch der Glaube an die Wende zu spüren. Schließlich war das trotzdem eine gute erste Hälfte von uns.“

So folgte kurz nach Wiederanpfiff auch die nächste Horster Großchance: Michel André Gorny zieht von Außen in den 16er, legt ab auf Bruhn, der Keeper Balzer allerdings aus sechs Metern erneut nicht überwinden kann. Die nächste Strafe ließ nicht lange auf sich warten. In der 53. Minute pariert VfR-Schlussmann Rene Lemke zunächst einen Schuss, seine Vordermänner können den Ball daraufhin allerdings nicht entscheidend klären. Mathias Gerndt sagt „Danke“ und stellt auf 3:0. „Das hat uns den Zahn gezogen“, erinnert sich Lühmann, für dessen Team das Wankendorfer Gehäuse auch in der Folge wie vernagelt zu sein schien. So fand in der 57. Minute auch Michel André Gorny in Matthias Balzer seinen Meister auf TSV-Seite.

Den Schlusspunkt setzten wiederum die Hausherren nach einem erfolgreichen Konter (90.). Dem VfR Horst dagegen blieb nur die Gewissheit, dass „gut gespielt“ allein eben manchmal auch nicht ausreicht.

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