American Football : Gründungsmitglied kehrt zurück

Jörn Maier trainiert bei den Fighting Pirates künftig die kräftig gebauten Jungs der Offense-Line.
Jörn Maier trainiert bei den Fighting Pirates künftig die kräftig gebauten Jungs der Offense-Line.

Rund 60 Teilnehmer beim ersten Teammeeting: Jörn Maier verstärkt das Trainerteam der Elmshorn Fighting Pirates.

shz.de von
09. November 2013, 16:00 Uhr

In den vergangenen Jahren war Jörn Maier allenfalls nur Gast, wenn im Krückaustadion die Elmshorn Fighting Pirates in der Regionalliga gespielt haben, zuletzt dieses Jahr als Cheftrainer der Lübeck Seals. Seit Donnerstagabend ist der 42-Jährige wieder mit an Bord des Elmshorner Piratenschiffs. Der Mann, der 1989 angefangen hatte, sich in seinem Kopf die Fighting Pirates zu ersinnen und 1991 logischerweise Gründungsmitglied war, kehrt zurück. Beim ersten Team-Meeting mit 60 Teilnehmern wurde er am Donnerstag der Mannschaft von Headcoach Stefan Mau als der neue Verantwortliche für die Offense-Line vorgestellt. Ebenfalls neu im Trainerteam ist Tobias Franke, ebenfalls ein alter Seeräuber. Geblieben sind neben Mau Marcus Päper, Ivo Kolbe und Tobias Kordt.

„Ich habe mich über die vielen, vielen Jahre immer für die Pirates interessiert. Es ist mein Verein, ich habe ihn gegründet“, sagte Maier, der als erster Elmshorner in die USA ging, um dort als Trainer zu lernen und von 2001 bis 2004 bei Düsseldorf Rhein Fire in der NFL Europe, dem mittlerweile wieder eingestellten europäischen Ableger der us-amerikanischen National Football League (NFL), tätig war. Es war ein nicht immer einfaches Verhältnis zwischen Maier und den Pirates, doch als nach seinem im August verkündeten Abschied aus Lübeck die Anfrage aus Elmshorn kam, musste er nicht lange überlegen. „Ich habe das Gefühl, dass hier gute Dinge entstehen“, so Maier.

Die Seeräuber streben kommendes Jahr mit Macht in Richtung Aufstieg. „Meister werden, Play-offs bestehen und das Jahr darauf in der 2. Bundesliga spielen“, sagte Mau vor der versammelten Mannschaft, Vorstand und Staff. Ein ähnliches Ziel hatte Mau bereits für die zu Ende gegangene Spielzeit ausgegeben, dieses nach einem schwachen Start aber revidieren müssen.

Für den leistungsorientierten Jörn Maier war aber diese klare Ansage ein wichtiger Anreiz für die Rückkehr. „Für mich ist Football immer ein Leistungssport gewesen“, sagt er. Das ihm vorgelegte Konzept könne er voll mittragen, sagt der Bankkaufmann, der auch Volkswirtschaftslehre und Sport studiert hat, über seine „alte Liebe“: „Man könnte sagen: Es kommen zwei Dinge zusammen, die zusammen gehören.“ Davon abgesehen freue er sich, nach sieben Jahren in Lübeck und Kiel, seinem leidenschaftlichen Hobby mit etwas weniger Zeitaufwand für Fahrten nachgehen zu können.

Vom Headcoach auf die Position des Offense-Line-Trainers zu wechseln sieht er keinesfalls als persönlichen Rückschritt an. „Ich habe von vornherein gesagt, dass ich hier niemandem den Job wegnehmen möchte“, so Maier. Davon abgesehen seien die vier oder fünf starken Jungs, die den eigenen Quarterback vor der gegnerischen Abwehr schützen sollen, eine gewisse Leidenschaft von ihm, denn: „Mit einer guten Offense-Line baut man jedes Team auf.“

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