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Oddset-Pokal : Großes Kino über 120 Minuten

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Hemdingen-Bilsen unterliegt Union Tornesch in der Verlängerung / Hetlinger MTV schrammt ebenfalls an Sensation vorbei.

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2015 | 16:00 Uhr

Hätte Mike Wasielewski nur eine von zwei guten Chancen in der Endphase genutzt, wäre es ein Elfmeterschießen geworden. Aber auch so stand den Fußballern von Kreisliga-Aufsteiger TuS Hemdingen-Bilsen der Stolz ins Gesicht geschrieben. Favorit Union Tornesch (Bezirksliga) musste 120 Minuten kämpfen, um sich in der zweiten Runde des Oddset-Pokals beim Team von Trainer Patrick Kinastowski (3:2) zu behaupten.

Union-Coach Stefan Dösselmann zog den Hut vor der Leistung der Gastgeber. Insbesondere Stürmer Robin Berg hatte es ihm angetan. Ansonsten zählte für ihn nur das Weiterkommen, das sich Dösselmann freiwillig dadurch erschwerte, dass er nicht seine beste Elf aufbot. Lieber führte er Timo Badermann und Julian Behrens (Kopfballschütze des 1:1) die lange fehlten, wieder an den Spielbetrieb heran.

120 Minuten wurde auch am Deich gekickt. Der Hetlinger MTV (Kreisliga) hielt beim 0:1 gegen Germania Schnelsen (Landesliga) bis zur 106. Minute das 0:0. Bei einem Kopfball von Maximilian Heilborn an den Pfosten fehlten nur Zentimeter zum Ausgleich (117.). „Ganz großes Kino“, schwärmte Markus Braumiller aus dem HMTV-Trainerstab. Auch zwei Platzverweise für die Hetlinger ganz am Ende trübten seine gute Laune nicht.
Der SV Hörnerkirchen (Kreisklasse) war 90 Minuten ein ebenbürtiger Gegner der SV Lieth (Kreisliga). Mit dem Pressing der Platzherren kamen die Klein Nordender lange Zeit gar nicht zurecht. In der Verlängerung allerdings erfolgte der Einbruch. Der SVH verlor 1:6 (1:1). Roland Wedel (Bezirksliga) leistete beim 3:0 (1:0) auswärts über Gencler Birligi nicht mehr als notwendig, um sicher in die dritte Runde einzuziehen. Kurios war die siebte Minute, als der Elmshorner Torwart nach einem Einwurf von Mahmoud Djebbi ein Selbsttor wie einst Jean-Marie Pfaff (Bayern München) bei der legendären „Schleuder“ von Uwe Reinders (Werder Bremen) fabrizierte. Josip Dilber machte mit zwei Treffern, darunter ein Freistoß, den Deckel drauf.

Der Heidgrabener SV (Kreisliga) schlug sich beim 0:2 (0:1) gegen den SV Lurup beachtlich. „In der ersten Halbzeit war auf keinen Fall ein Unterschied von drei Spielklassen zu merken“, befand Heidgrabens Chefcoach Ove Hinrichsen. Im Endeffekt setzte sich jedoch die Abgeklärtheit des Oberligisten durch.

Der TuS Appen drehte den 1:2-Pausenrückstand bei Sportfreunde Pinneberg im Duell von zwei Kreisklassenteams trotz Roter Karte für Stürmer Dawid Starosta (Revanchefoul?) in ein 4:2. „Kraft und Kondition reichten zum Schluss nicht mehr“, räumte Sportfreunde-Sprecher Torsten Frederich ein.

Die Landesligateams des TSV Uetersen (bei Union 03) und des Wedeler TSV (bei Blau-Weiss Ellas) hatten sich schon an den Umkleidekabinen eingefunden. Dann kam zu ihrem Verdruss die Absage wegen Unbespielbarkeit der Sportplätze.

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