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Elmshorn : Glücksgefühle im Überschwang

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Pascal Dethlefs im Fotofieber nach seinem Elmshorner Streckenrekord / Maya Rehberg gewinnt Hauptlauf der Frauen

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 15:56 Uhr

Elmshorn | Ein neuer Streckenrekord eingestellt, ein weiterer egalisiert – der Elmshorner Stadtlauf hat bei idealen äußeren Bedingungen gestern seinen Ruf als eine der schnellsten und beliebtesten Strecken Schleswig-Holsteins bestätigt.

Karsten Meier (LG Braunschweig, ehemals Kiel) hatte nach fünf Kilometern im Ziel mit 15:23 Minuten elf Sekunden Vorsprung auf Tim Hoenig (Hamburger SV). Deutlich war’s aber keineswegs. „Wir sind ganz lange zu zweit gelaufen. Bis zu vier Kilometer war Tim immer hinter mir“, sagte der 33-Jährige im Ziel überglücklich.

Alle vorher abgesteckten Ziele habe er erreicht: „Ich wollte einen Schnitt von 3:05 Minuten laufen; das hat gepasst – und gewinnen wollte ich auch. Der Streckenrekord wäre ein kleiner Bonus gewesen.“ An der drei Jahre alten Bestmarke von Stig Rehberg fehlte letztlich die Kleinigkeit von zwei Sekunden.

Auf die Sekunde genau traf Isabell-Sophie Teegen (SC Rönnau) den im vergangenen Jahr von Anne Gehring aufgestellte Streckenrekord von 16:53 Minuten, als sie vor Andrea Diethers die Ziellinie überquerte. „Man hat mir gesagt, dass es eine schnelle Strecke ist. Ich fand sie trotzdem abwechslungsreich mit Straße, Sand, dem Weg um den Teich und immer kleinen Steigungen“, sagte sie.

Die in der vergangenen Woche 21 Jahre alt gewordene, die nach der Sommerpause erst vorige Woche wieder ins Training eingestiegen war. Gleiches galt für Andrea Diethers, die im vergangenen Jahr an gleicher Stelle über zehn Kilometer erfolgreich gewesen war. „Ich hätte gern noch eine Runde rangehängt“, sagte sie zufrieden mit dem zweiten Platz. Das werde sie kommendes Jahr auch wieder machen, doch für jetzt war es mit der Trainerin eben anders abgesprochen.

Neuer Streckenrekord bei den Männern über zehn Kilometer. Pascal Dethlefs verbesserte bei der Wiederholung seines Vorjahreserfolgs alte Bestzeit von Falko Vehling aus dem Jahr 2002 um fünf Sekunden auf 31:23 Minuten. „Was geht mehr?“, so seine allenfalls rhetorisch gemeinte Frage. „Die Glücksgefühle laufen über – dafür macht man das alles.“ Und trotzdem hatte Dethlefs eine Woche vor den Landesmeisterschaften im Halbmarathon im Ziel noch genug Luft, um sich eine Kamera zu schnappen, um nachfolgende Läufer, darunter seine Lebensgefährtin Natalie Jachmann, abzulichten. „Mein Fotograf durfte nicht auf die Strecke“, sagte Dethlefs.

Auch Frauen-Siegerin Maya Rehberg gehörte zu denen, die Dethlefs auf den Chip gebannt hat. „Das wird hier immer mehr als nur ein Insider-Tipp“, sagte sie angesichts der Besetzung mit der sechsfachen Elmshorn-Siegerin Anke Tiedemann (wurde Zeite) und Titelverteidigerin Karen Paysen. „Dass wir alle drei hier am Start sind, hatten wir noch nicht“, meinte Rehberg, die trotz einer Erkältung in der vergangenen Woche am Ende mehr Luft hatte als ihre beiden ärgsten, aber auch älteren Konkurrentinnen.

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