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Fußball-Verbandsliga : Geschenk abgelehnt

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ziemlich enttäuschend: Der VfR Horst holt nur ein 2:2 gegen SH-Liga-Absteiger Henstedt-Ulzburg.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2013 | 16:19 Uhr

So sachlich Timon Dehner (kleines Foto) über 90 Minuten erstmals in der Innenverteidigung des VfR Horst agierte, so sachlich analysierte er das 2:2 des Fußball-Verbandsligisten gegen den SV Henstedt-Ulzburg auch. „Schwer zu sagen“, antwortete er auf die Bitte einer Einschätzung. „Durch den vergebenen Elfmeter würde ich sagen, haben wir zwei Punkte liegen gelassen.“

Der vergebene Elfmeter – es war in der 87. Minute, als Jan Behrendt sich den Ball schnappte, aber an HU-Torhüter Andre Zick scheiterte. VfR-Trainer Lars Lühmann nahm Behrendt nach Schlusspfiff sofort in Schutz. „Jan hat Verantwortung übernommen und Pech gehabt“, sagte er. Was Lühmann verschwieg, war, dass nicht jeder Schiedsrichter auf den Punkt gezeigt hätte als der in vollem Tempo heran rauschende Tim Jeske auf Kollisionskurs mit Sascha Petersen ging.

Dieses Geschenk wurde also abgelehnt. Es blieb bei einem Punkt für jedes der beiden Teams, die zuletzt sich vor vier Jahren in der Schleswig-Holstein-Liga gegenüber gestanden hatten.

Alles andere hätte auch zu sehr in das Klischee des Fußball-Märchens gepasst, wonach zwei Horster Spieler ihrer ehemaligen Mannschaft Henstedt-Ulzburg im Kampf um den Wiederaufstieg in die Schleswig-Holstein-Liga gewaltig in die Suppe gespuckt hätten. Das wäre zum einen Behrendt gewesen und zum anderen Jeske, der in seiner erst zweiten auffälligen Szene überhaupt einen Befreiungsschlag von Dragan Suta aufnahm um zum zwischenzeitlichen 1:1 einschob. Anschließend schlug er auch die Flanke, die Kevin Dittmann zum 2:1 in der 75. Minute einköpfte. Der Ball sprang von der Unterkante der Latte hinter die Linie und dann wieder aus dem Kasten heraus; der Schiedsrichterassistent signalisierte aber sofort „Tor“. Zehn Minuten nach der Horster Führung glich Tiedemann für die Gäste des in Horst aufgewachsenen Trainers Jens Martens zum 2:2-Endstand aus.

Nach einer taktisch geprägten, aber sehr intensiven ersten Halbzeit mit ganz wenigen Torszenen war der zweite Durchgang für die 130 Zuschauer interessanter.

Für Timon Dehner war es einen Tag vor seinem 32. Geburtstag Schwerstarbeit im für ihn ungewohnten Abwehrzentrum. Dorthin hatte ihn Lühmann in anbetracht eines Überangebots an fitten Mittelfeldspielern beordert. Zuvor war Dehner einer der beiden „Sechser“ gewesen. „Für mich ist es egal, wo ich spiele“, sagte er. „Ich bin ein Zweikampf orientierter Spieler, insofern passen beide Positionen.“

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