Reiten : Gemischte Gefühle

Emma Kanerva und Greek Air blicken auf ein durchwachsenes Turnier in Schenefeld zurück.
Emma Kanerva und Greek Air blicken auf ein durchwachsenes Turnier in Schenefeld zurück.

Lokalmatadorin Emma Kanerva landet beim Schenefelder Herbstturnier in der Dressurprüfung Klasse S* auf Rang sechs

shz.de von
10. Oktober 2018, 15:36 Uhr

Einen Heimvorteil konnte Dressurreiterin Emma Kanerva beim Herbstturnier des Elbdörfer und Schenefelder RV in Schenefeld nicht nutzen. Zwar war ihr durch ihre frühere Arbeit für den Stall Böckmann die Dressurhalle am Klövensteen bestens bekannt, aber zum Herbstturnier war sie aus Stade angereist. Denn dort arbeitet Kanerva seit einem Jahr im Stall von Gert Saborowski auf der anderen Elbseite.

Kanerva nahm an der Hauptprüfung des zweitägigen Turniers mit dem siebenjährigen Aperol und dem gleichaltrigen Greek Air teil und sammelte unterschiedliche Erfahrungen. Dennoch bezeichnet sie 2018 als ihr erfolgreichstes Jahr ihrer Karriere. Die 33-Jährige siegte mit ihrem Spitzenpferd Heartbreaker beim Dressurderby in Hamburg und vertrat mit ihm bei den Weltreiterspielen in den USA die finnischen Farben.


Guter Auftritt mit Aperol

Am vergangenen Wochenende stand für sie in Schenefeld die Finalqualifikation zum Nürnberger Burg Pokal auf dem Programm. Das ist eine Turnierserie für Nachwuchspferde im Alter zwischen sieben und neun Jahren mit dem Finale im Dezember beim Internationalen Festhallenturnier in Frankfurt. Zehn Vorprüfungen fanden bereits deutschlandweit auf ausgewählten Turnieren statt, zuletzt folgt Anfang November Nürnberg. Eigentlich sollte in Schenefeld schon im Sommer Station sein, doch da das Turnier ausfiel, wurde die Qualifikation jetzt nachgeholt. Nach der Einlaufprüfung am Sonnabend hatte sich das Starterfeld am Sonntag von 24 auf zwölf Pferde reduziert. Da lief es für Kanerva zunächst auch nach Wunsch: Aperol zeigte sich von seiner besten Seite und wurde von den Richtern mit 69,415 Prozent bewertet. Letztlich kam er auf Platz sechs. Mit Greek Air sah es anders aus: Nachdem er bereits die Pirouette nachlässig durchgeführt hatte, entschied er sich beim starken Galopp für mehr Tempo als erwünscht. Während Richtern und Zuschauern der Atem stockte, quittierte Kanerva dies mit einem Lächeln. Sie beendete die Prüfung und verzichtete auf eine Wertung des Rittes. „Auf der Galopptour war das Kind bereits in den Brunnen gefallen“, sagt Kanerva. „Da konnte ich nichts anderes mehr machen. Greek Air ist noch sehr jung, da kann so was schon mal passieren.“
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