Fussball-Landesliga : Gegen alle Vorzeichen: Blau-Weiß fügt Pinneberg II eine 0:4-Pleite zu

Attackiert: Pinnebergs Ricki Voß (rechts) schreit nach einem Zweikampf mit Patrick Wolst laut auf.
Attackiert: Pinnebergs Ricki Voß (rechts) schreit nach einem Zweikampf mit Patrick Wolst laut auf.

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17. März 2014, 16:00 Uhr

Man hätte darauf wetten können: Die Kooperationspartner Blau-Weiß 96 und VfL Pinneberg II trennen sich unentschieden, damit wäre beiden Teams geholfen gewesen. Dann aber beendeten die Schenefelder ihre Durststrecke von fünf sieglosen Auftritten mit einem 4:0 (2:0)-Erfolg über die Freunde aus der Kreisstadt. Es waren nicht nur drei Punkte für den Klassenerhalt, sondern auch für die Glaubwürdigkeit des Landesliga-Fußballs.

Gästecoach-Heiko Klemme hatte sich ungeniert bei der spielfreien VfL-Ersten bedient. Fünf Mann des Oberliga-Kaders kamen zum Zuge. Die Schenefelder wirkten darauf vorbereitet. So bot Blau-Weiß-Coach Selcuk Turan hinten links Fabio Bandow auf, der es an Schnelligkeit fast mit Artur Frost aufnehmen könnte. Entnervt wechselte Frost auf die andere Seite. Doch die Schenefelder ließen an diesem Abend nichts anbrennen. Aufatmen mussten sie nur bei einem gefährlichen Schrägschuss des eingewechselten Steve Carstensen (82.) und in der 61. Minute, als der Unparteiische einen Treffer von Jan-Philipp Zimmermann annullierte. BW-Keeper Patrick Marciniak soll gerempelt worden sein.

Die lautstarke VfL-Anhängerschaft hatte Schiedsrichter Stephan Cornehl zur zweiten Halbzeit mit Pfiffen begrüßt. Clifford Dwenger könnte bei seiner Vorarbeit zum 2:0 abseits gestanden sein. „Letztlich war es von uns ein enttäuschender Auftritt“, räumten VfL-Vorstand Manfred Kirsch und Oberliga-Coach Michael Fischer ein. Die Schenefelder aber feierten Marcel Jobmann, der die Weichen vor der Pause mit zwei Treffern auf Sieg stellte. „Ihm gilt unser Vertrauen, auch wenn er zum TSV Uetersen wechselt“, lobte Blau-Weiß-Abteilungsleiter Andreas Wilken den scheidenden Stürmer.

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