Handball : Gefeiert wurde trotzdem

Kaum ein Durchkommen gab es für die Pinneberger Handballer um Julian Biel (Mitte) gegen die favorisierten Barmbeker.
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Kaum ein Durchkommen gab es für die Pinneberger Handballer um Julian Biel (Mitte) gegen die favorisierten Barmbeker.

Handball: HSG Pinnau verliert Pokalfinale gegen Barmbek deutlich – die Pinneberger Fans sorgten dennoch für Stimmung

shz.de von
04. Mai 2014, 16:00 Uhr

Das Hamburger Handball-Pokalfinale der Männer war einseitig. 42:28 (18:10) hieß es am Ende.

Doch wer erst nach dem Schlusspfiff in die Halle Langenfort kam, wusste auf Anhieb nicht, wer gewonnen hatte. Obwohl die HSG Pinnau gegen den Hamburger Meister und Oberliga-Aufsteiger HG Hamburg-Barmbek chancenlos war, feierten die über 100 Pinneberger Fans ihr Team frenetisch. „Das war ein tolles Erlebnis“, sagte HSG-Trainer Hans Riedel – obwohl seine Hoffnungen auf eine Überraschung zu keiner Zeit Nahrung erhalten hatten, obwohl sich die Barmbeker Favoriten in der Anfangsphase schwer mit der offensiven mannbezogenen Pinnau-Abwehr taten.

„Wir kamen aber trotz Ballgewinnen nicht in den Tempogegenstoß“, erklärte Riedel den schnellen, großen Rückstand (4:13/22. Minute). Gegen den körperlich überlegenen Gegner operierte das nervöse HSG-Team vor 500 Zuschauern im Angriff zu zaghaft und leistete sich viele technische Fehler. Bezeichnend: Die besten Pinnauer, Malte Hoeft und Marco Simonsen, standen im Tor.

„Da die Schiedsrichter stark körperbetontes Spiel zuließen, fielen unsere athletischen Defizite besonders ins Gewicht“, nahm Riedel seine Jungs in Schutz.

„Gegen Kreisläufer Robin Morgner fehlten uns im Zweikampf 10 Kilo“, sagte er. Dass er den HG-„Brecher“ während dessen Jugend fünfmal in seiner 1997 gegründeten Handball-Ferienschule förderte, freute Riedel einerseits, an-dererseits hätte er dessen Ak-tionen, die zu sieben Toren und etlichen Siebenmetern führten, gern bei der HSG Pinnau verbucht. „Aber für uns und die Fans war ja schon der Finaleinzug ein Erfolg“, zog der Coach nach dem Finale zufrieden Bilanz.

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