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Fußball : Gefangen im Zwiespalt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bei ihrer Wahl zwischen dem TSV Uetersen und Rasensport haben sich längst nicht alle entschieden.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 16:00 Uhr

„Die Lage für den einen oder anderen von uns ist verzwickt“, sagt Kevin Koyro (21). Der Stürmer des TSV Uetersen spricht für alle Teamgefährten, die sich noch nicht schlüssig sind, ob sie nächste Serie für den ins Leben zurückgeholten Club Rasensport Uetersen, den TSV oder einen anderen Verein Fußball spielen werden.

Elf Akteure lassen ihre Zukunft zurzeit offen. Keeper Christopher Knapp sowie Marvin Schramm, Raphael Friederich, Philipp Ehlers, Mario Ehlers, Mats Enderle, Eddy Enderle und Christoph Ketelhohn fällten hingegen für sich die Entscheidung, den Trainern (Peter Ehlers, Frank Weche) und Betreuer Uwe Wolter zu Rasensport zu folgen.

Die Rasensportler müssen nach jetzigem Stand in der Kreisklasse B ganz von vorn anfangen. Der TSV Uetersen denkt nicht daran, ihnen die Startplätze in der Landesliga und in der Bezirksliga zu überlassen. „Wir arbeiten daran, für beide Spielklassen Mannschaften auf die Beine zu stellen“, betont Jörg Schwarz aus dem TSV-Vorstand. Gespräche, Rasensport unter dem Dach des TSV antreten zu lassen, verliefen ergebnislos.

Für den Tornescher Kevin Koyro bedeutete ein Wechsel zu Rasensport damit, frühestens 2020 wieder in der Landesliga spielen zu können. Peter Ehlers hat Verständnis dafür, dass dieser Karriereknick für Koyro und andere möglicherweise nicht in Frage kommt. Stürmer Till Mosler, 22, stand sogar auf Wunschzetteln von Oberliga-Clubs. Soll er sein Talent in der tiefsten Spielklasse verschleudern? Oder entscheidet er sich dafür, Teil des neuen Uetersener Fußball-Projekts zu sein?

Die Bezirksliga-Fußballer des TSV II stellen sich ähnliche Fragen. Trainer Christian Sommer geht davon aus, dass ihn „80 bis 90 Prozent“ der Spieler zu Rasensport begleiten werden. In einigen Wochen soll Klarheit herrschen. Der Rasensport-Vorsitzende Bernd Enderle legte den Trainern und Betreuern der TSV-Jugendteams jüngst ein Konzept vor, das ihnen den Wechsel schmackhaft machen soll.

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