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Fußball-Oberliga : Geduld muss belohnt werden

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Doppelpack von Sören Badermann: Nach seiner Verletzungspause schießt der Flügelflitzer beim 3:2-Sieg des VfL Pinneberg über Oststeinbek gleich zwei Tore.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Geduldig sein ist eine Tugend – und nicht jedermanns Sache. „Ich bin nicht so der geduldige Typ, aber es geht schon“, sagt Sören Badermann, Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg, über sich selbst.

In den vergangenen Wochen erwies sich der 27-Jährige jedoch als sehr geduldig. Nachdem sich der Flügelflitzer in der Saisonvorbereitung mit einem eingewachsenen Zehennagel herumplagte, warf ihn kurz nach dem Start der Serie eine hartnäckige Zerrung zurück. Badermann musste sich ans Oberligateam herankämpfen, sammelte zunächst Spielpraxis in der dritten VfL-Mannschaft (Kreisklasse), später dann in der VfL-Zweiten (Landesliga). Fünf Wochen dauerte es, bis er wieder im Kader von Cheftrainer Michael Fischer stand, am Sonntag feierte Badermann unter den Augen seiner Brüder Timo und Jan-Henning (beide Spieler des VfL II) sein Oberliga-Comeback – und was für eines.

„Das war eine Rückkehr mit Höhen und Tiefen“, scherzte der rechte Mittelfeldspieler nach dem turbulenten 3:2-Sieg über den Oststeinbeker SV. Recht hatte er. Auf Torjubel folgte eine Zurechtweisung durch seinen Abwehrchef, auf die wiederum ein Torjubel folgte. Aber der Reihe nach: Nach 27 Minuten scheiterte VfL-Stürmer Thorben Reibe an OSV-Keeper Ceylani, der Ball prallte vor die Füße von Badermann, der scharf einschoss. „Eiskalt“, lautete der humorvolle Kommentar vom kleinen Bruder Jan-Henning auf der Tribüne im Stadion I. Doch: Postwendend folgte der Ausgleich durch Arslan (30.). Der Gastgeber gab das Spiel aus der Hand, viele Angriffe liefen über die rechte Pinneberger Seite, VfL-Keeper Tim Brüggemann bewahrte die Pinneberger mit einer Glanztat sogar vor einem Rückstand (34.) und Abwehrchef Tim Vollmer sah sich genötigt, Badermanns mangelnde Abwehrarbeit lautstark zu kritisieren („Sören, du bist kein reiner Außenstürmer, musst auch nach hinten arbeiten“). Vorne aber zeigte Badermann kurz darauf wieder seine Qualitäten, erzielte das 2:1 (55.).

Das Spiel war aber immer noch nicht durch, der VfL versäumte es, seine Konter besser auszuspielen, ein strittiger Handelfmeter – Steffen Maaß bekam den Ball aus zwei Metern an den Arm – brachte die Gäste zurück ins Spiel (69., Monteiro). „Jungs, macht endlich den Sack zu“, rief der verletzte VfL-Angreifer Artur Frost (Syndesmoseriss) seinen Kollegen von außen zu. Die hörten hin: Sascha Richert legte auf Reibe ab – 3:2 (85.).

„Ein Zittersieg“, so Badermann nach der Partie. Mit einem leckeren griechischen Essen in Tornesch belohnte er sich im Kreise der Familie am Abend für den Sieg – und für seine Geduld.

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