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Fußball-Oberliga : „Ganz ohne geht es eben nicht“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: Kein Jurkschat-Comeback für Rugenbergen gegen Dassendorf / Matthiessen zurück im HR-Kader / VfL ohne Reibe gegen Schnelsen

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Online, im sozialen Netzwerk Facebook, verkündete er am 11. Februar seine Rückkehr auf den Fußballplatz: „Nach gut fünf Monaten war ich gestern das erste Mal wieder auf dem Acker“, schrieb Mario Jurkschat vom SV Rugenbergen glücklich.

So mancher Bönningstedter Fußballfan freute sich angesichts dieser Nachricht auf ein baldiges Oberliga-Comeback des 31-Jährigen, der im Laufe seiner Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse erlitt und sich im vergangenen September bei einer Routine-OP eine hartnäckige Entzündung im Knie einhandelte. Rückkehr schon am Sonntag, ausgerechnet gegen den ungeschlagenen Ligaprimus TuS Dassendorf (14 Uhr)?

„Wenn schon, denn schon“, scherzt „Harry“, sagt dann aber nüchtern: „Nein, daraus wird absolut nichts, das Spiel kommt zu früh.“ Seine Fußballschuhe will Jurkschat aber noch lange nicht an den Nagel hängen, bereits im Trainingslager auf Mallorca arbeitete er an seiner Fitness. Um die fußballlose Zeit zu überbrücken, arbeitet der gebürtige Wismarer derzeit bei der UEFA. Am Dienstag begleitete er das Champions League-Spiel Leverkusens gegen Paris, nächste Woche fährt er nach Gelsenkirchen, um das Heimspiel Schalkes gegen Real Madrid medial aufzubereiten.

„Da kann selbst ich alter Hase noch etwas lernen, Paris’ Superstar Zlatan Ibrahimovic konnte ich allerdings noch nicht von einem Wechsel zum SV Rugenbergen überzeugen“, lacht er. Leverkusen, Gelsenkirchen – in Bönningstedt vermisst man den erfahrenen Angreifer, der in den sechs Partien vor seiner Knie-Entzündung acht Treffer erzielte.

„Harrys Erfahrung ist für uns sehr wichtig. Aber aufgrund seiner medizinischen Vorgeschichte wollen wir nichts riskieren“, so sein Trainer Ralf Palapies, der gegen Dassendorf auf 16 fitte Feldspieler zurückgreifen kann. „Sie sind nicht unschlagbar, aber man braucht schon einen guten Tag“, so der Coach.

Ein Offensivspektakel scheint garantiert, zumal die beiden Klubs zu den drei torgefährlichsten der Staffel gehören und mit Eric Agyemang (Dassendorf, 13 Treffer) und Pascal Haase (SVR, 12 Treffer) zwei der torgefährlichsten Angreifer der Liga aufeinandertreffen werden.

„Wäre mir das Knie nicht dazwischen gekommen, würde ich da vorne in der Torjägerliste auch noch mitmischen“, flachst Jurkschat – ein Grund mehr, für ein baldiges Comeback. „Ich arbeite daran“, verspricht er.

An einer Rückkehr auf den Fußballplatz arbeitet derzeit auch Nils Matthiessen von der SV Halstenbek-Rellingen, der noch länger als Jurkschat auf seinen geliebten Fußballsport verzichten musste. Matthiessen, der seit 20 Jahren der runden Kugel hinterherjagt, stand für HR zuletzt am 16. August 2013 auf dem Platz. Danach durchlitt er eine wahre Leidenszeit. Über seinem linken Lungenflügel hatte sich ein Abzess gebildet, wochenlang fahndeten verschiedene Ärzte nach einem Befund (wir berichteten). „Ich bin soweit wieder hergestellt, in der vergangenen Woche habe ich erstmals wieder mit dem Team trainiert, ohnehin war ich nie ganz weg, habe mich oft mit den Jungs zum Karten kloppen im Klubheim getroffen. Jetzt habe ich mit unserem Trainer Thomas Bliemeister die Vereinbarung, dass ich einmal pro Woche trainiere und als Standby-Spieler weiterhin zum Kader gehöre. Ganz ohne Fußball geht es eben nicht“, sagt Matthiessen, der bereits gegen Oststeinbek (0:0) wieder auf der Bank saß. „Ich war auch etwas überrascht, als ich mich plötzlich im Kader wiederfand“, lacht er. Gibt’s Sonntag in Bramfeld (15 Uhr) etwa das Comeback? „Eher nicht, aber zehn Minuten würde ich mir schon zutrauen.“

Wie viele Minuten traut Michael Fischer, Trainer des VfL Pinneberg, Thorben Reibe am Sonntag (15 Uhr) gegen Germania Schnelsen zu?

Beim 2:5 in Dassendorf wurde der Stürmer (Ferse) schmerzlich vermisst, ebenso wie Abwehrchef Tim Vollmer (Bänderriss). Die VfL-Fans hofften auf ein Doppel-Comeback, doch Fischer muss sie enttäuschen: „Keine Chance, Thorben wird nicht dabei sein, Tim eventuell auf der Bank sitzen.“ Auch Mark Müller, Flo Holstein (beide Urlaub) und Mikail Pekdemir (ab sofort in der Zweiten) werden fehlen. Der Gegner ist die große Unbekannte, Neu-Trainer Florian Gossow (ehemals TBS Pinneberg) holte im Winter neun(!) Neue, unter anderen die früheren TBS-Akteure Nick Gyateng, Fatih Gürel und Victor Blay.

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