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American Football : Galaktisch mit McKoy?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Elmshorn Fighting Pirates wollen mit neuem Amerikaner zu neuen Welten aufbrechen

shz.de von
erstellt am 20.Jun.2015 | 16:06 Uhr

Wenn es den Besatzungsmitgliedern des „Raumschiffs Enterprise“ schlecht ging, wusste Arzt „Pille“ McCoy Rat. Ein Kniff hier oder eine Behandlung mit einer futuristischen Spritze da reichte meistens aus. So einfach wie in der amerikanischen Science-Fiction-Serie und der sich anschließenden Star-Treck-Film-Reihe ist die Heilung bei den Elmshorn Fighting Pirates nicht – zumal sich die American Footballer vor dem Zweitliga-Auswärtsspiel bei den Hildesheim Invaders am heutigen Sonnabend nur auf die klassische Schulmedizin stützen können. Und die besagt nun einmal, dass Receiver Henning Apenburg mit dem vor zwei Wochen gebrochenem Handgelenk noch mehr als zwei Monate pausieren muss.

Phonetisch ist der Name des Weltraumarztes dennoch so etwas wie die letzte Hoffnung der Seeräuber, im Abstiegskampf noch die Wende einleiten zu können – wenn nicht heute, dann aber nach der sich anschließenden vierwöchigen Sommerpause. Die Pirates verpflichteten in Octavias McKoy ihren bereits fünften Importspieler dieser Saison, von denen aber Anthony Hughes und Mathias Lilhauge den Klub bereits wieder verlassen haben. Der US-Amerikaner McKoy soll als Runningback, also Ballträger, das lahme Angriffsspiel beleben.

Headcoach Jörn Maier bezeichnet sich selbst gern als vorsichtig, was Prognosen auf einen schnellen Wandel angeht. Nach den ersten Eindrücken des 24-Jährigen, der vor zwei Jahren in der amerikanischen Collegeliga NCAA einen Rekord von 455 erlaufenen Yards in einem Spiel aufgestellt hat, ist Maier aber voller Optimismus: „Wenn er nur ansatzweise so spielt wie er trainiert, kann er uns viel Freude machen.“

Freude bedeutet in diesem Fall nicht zuletzt Punkte. „Wir müssen unser Laufspiel etablieren und unsere Defense das Laufspiel von Hildesheim unterbinden“, gibt Maier als Schlüssel für eine mögliche Überraschung bei dem Mitaufsteiger von vor zwei Jahren aus. Elmshorns Quaterback Jannik Nowak, nach Lilhauges Abschied nun allein in der Verantwortung das Spiel zu dirigieren, darf am Boden auch auf Routinier Alexander Jakusch und Maurice Woodard setzen. Keith Alondo Smith als dritter US-Boy im Elmshorner Team dürfte sich wieder vermehrt auf die Defense und die Special Teams konzentrieren. Es dürfen zeitgleich immer nur zwei Nicht-Europäer auf dem Platz stehen.

Als Schlusslicht sind die Pirates natürlich Außenseiter. Maier lobt den heutigen Gegner: „Hildesheim hat eines der besten Teams der zweiten Liga und hat sich ständig weiter entwickelt. Das wird eine ganz herbe Aufgabe. Wir müssen eine Art perfektes Spiel abrufen, wenn wir eine Chance haben wollen.“ Das kann aber kein „Pille“ McCoy richten, sondern nur die Akteure auf dem Platz. Dafür bedarf es aber heute einer galaktischen Leistung.

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