Footballparty in Elmshorn : Gänsehaut pur beim American Day

War angeschlagen: Pirates-Quarterback Mathias Lilhauge.
Foto:
1 von 2
War angeschlagen: Pirates-Quarterback Mathias Lilhauge.

Die Elmshorn Fighting Pirates begannen stark, mussten sich aber den Bielefeld Bulldogs mit 21:32 geschlagen geben.

shz.de von
11. Mai 2015, 10:00 Uhr

Elmshorn | Der American Day der Elmshorn Fighting Pirates bot alles, was ein großartiges Sportevent bieten sollte. Nur das Ergebnis von 21:32 (14:11) gegen die Bielefeld Bulldogs war für die Fans der Piraten nicht zum Jubeln geeignet, der Rest schon. Es ging los mit Gänsehautfeeling pur. Zu ausgewählter Hardrock-Musik stürmten die Footballer mit Vereinsflagge und Totenkopffahne den Platz, um zu zeigen, wer im Krückaustadion das Sagen hat.

Das wirkte offenbar, denn den ins Aus geschossenen Kickoff der Bielefelder nutzten die Pirates nach dem zweiten Down zu einem tollen Lauf aus 41 Yards zu ihrem ersten Touchdown durch Anthony Hughes mit anschließendem Extrapunkt durch Sören Becker. Bei besten äußeren Bedingungen stand es nach nur wenigen Minuten 7:0 – ein Traumstart vor knapp 2500 Zuschauern. „Wir haben uns ganz anders präsentiert, als in den ersten beiden Spielen. In der ersten Halbzeit haben wir auf beiden Seiten des Balles ganz stark gespielt“, sagte Jörn Maier, der Headcoach der Pirates. Sowohl die Offenseline, als auch die Defenseline waren hell wach.

Bielefeld ging zwar nach Touchdown und zwei Punkten durch einen erfolgreichen weiteren Spielzug, anstelle eines Kicks, mit einem Punkt in Führung (8:7), doch Elmshorn kam noch vor der Halbzeit zurück. Keith Smith II sicherte einen freien Ball in der gegnerischen Endzone zum Touchdown und Sören Becker traf den Zusatzpunkt zum 14:8. Bielefeld verkürzte durch ein Fieldgoal zum 14:11.

Die Elmshorn Fighting Pirates begannen stark, mussten sich aber den Bielefeld Bulldogs mit 21:32 geschlagen geben. (Foto: Stemmer)
Die Elmshorn Fighting Pirates begannen stark, mussten sich aber den Bielefeld Bulldogs mit 21:32 geschlagen geben. (Foto: Stemmer)
 

Für die Zuschauer war es bis hierhin ein absolut gelungener American Day. Eröffnet wurde das Event durch eine Parade Amerikanischer Pickups, voll beladen mit den Cheerleadern der Pirates. Die Maniacs sorgten mit ihren Darbietungen zu deftigen Bässen der Musik für reichlich Applaus. Es war der erste Auftritt nach dem gelungenen Weltrekordversuch am vergangenen Freitag im Rahmen der Sportlerehrung der Stadt Elmshorn. Das restliche Rahmenprogramm ließ kaum Wünsche offen, das Spiel nach der Unterbrechung allerdings schon.

Die Deffensiv-Abteilung der Fighting Pirates (rechts) machte über weite Strecken gute Arbeit gegen die Bielefeld Bulldogs. (Foto: Stemmer)
Foto: m
Die Deffensiv-Abteilung der Fighting Pirates (rechts) machte über weite Strecken gute Arbeit gegen die Bielefeld Bulldogs. (Foto: Stemmer)
 

„Wir wollten nach der Pause so weitermachen, doch dann kamen sieben Minuten, in denen einfach alles schieflief“, so Maier. Das dritte Viertel begann mit einem Kickoff-Return-Touchdown der Bielefelder zum 14:18 durch Michael Hall und Kicker Pascal Bröhl. Innerhalb kürzester zeit folgten zwei weitere Bielefelder Touchdowns mit Zusatzpunkten durch Khiry Battle und E. J. Drewerry zum 14:32.

„Es reicht eben nicht, nur drei Viertel gut zu spielen. Wir wurden eiskalt bestraft von einer guten Bielefelder Mannschaft, aber heute wäre mehr drin gewesen. Dennoch gibt uns das Spiel Hoffnung. Wenn wir so weitermachen, werden wir auch wieder Spiele gewinnen“, so Maier, der den Zuschauern gern auch einen sportlichen Grund zum Feiern geliefert hätte. Am kommenden Sonnabend empfangen die Fighting Pirates die Paderborn Dolphins, gegen die sie noch eine Rechnung offen haben.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen