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American Football : „Für uns geht die Sonne auf“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fighting Pirates stellen sich mit Hilfe von Nordakademie-Studenten neu auf / Heute Heimspiel gegen Braunschweig II

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2017 | 16:04 Uhr

Wie schafft ein Verein professionelle Strukturen bei der Arbeit mit Ehrenamtlichen? – Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Projektes, das die Elmshorn Fighting Pirates mit der studentischen Unternehmensberatung der Nordakademie (SUN) auf die Beine gestellt haben. Das Projekt endete vergangenen Mittwoch mit einer Abschlusspräsentation von SUN, bei der die Nordakademie-Studenten ein auf die Elmshorn Fighting Pirates und Maniacs Cheerleader maßgeschneidertes Konzept vorstellten. „Wir konzentrierten uns auf die Themen Ehrenamt, Fanbindung, Kommunikation und Sponsoring“, sagt Philip Scholz (SUN). „Außerdem entwickelten wir mit den Fighting Pirates eine Social-Media-Strategie und überreichten ihnen parallel zur Präsentation ein umfangreiches Handbuch als Leitfaden.“

Kick-off, also der offizielle Beginn der Zusammenarbeit zwischen den American Footballern Sylvia Nowak, Hauke Seger, Guido Behnken sowie Bernd Huckfeldt und SUN in Person von Max Schumann, Jasmin Feldkeller, Alexander Bruhn und Philip Scholz war am 15. Januar gewesen.

Die Studenten engagieren sich ehrenamtlich, denn ihre Unternehmensberatung wendet sich unter dem Motto „Sie helfen Menschen, wir helfen Ihnen“ an Vereine, Pflegeeinrichtungen und soziale Einrichtungen. Für ihre meist viermonatigen Projekte nimmt SUN kein Honorar.
„Wir wollen die Marke Fighting Pirates voranbringen. Daher nahmen wir vor dem Projektbeginn eine Analyse unserer Arbeit vor“, sagt Sylvia Nowak, Vorsitzende der Fighting Pirates. „Mit seinem Blick von außen half uns Uwe Altemeier, schonungslos Schwachstellen in unserem System aufzuzeigen.“ Der stellvertretende Vorsitzende des EMTV, zu dem die Pirates als Sparte gehören, stellte die Ausgangsposition wie folgt dar: „Die Fighting Pirates stehen an der Schnittstelle zwischen Haupt- und Ehrenamtlichkeit und wollen den unterschiedlichen Ansprüchen an die Menschen gerecht werden. Auch wenn der Wunsch nach Professionalisierung groß ist, bauen sie weiter auf das Ehrenamt. Dabei ließen sie sich von Profis helfen und durchlebten einen zeit- und arbeitsintensiven Prozess. Das ist beispielgebend für alle Vereinsabteilungen.“

Auf der Suche nach professioneller Hilfe stieß Marketingexperte Bernd Huckfeldt auf die Nordakademie-Studenten von SUN. „Bei SUN hatte ich den Eindruck, dass es passt. Hier bekamen wir eine exzellente, qualifizierte Beratung für Null.“ Er nahm Kontakt zum Vorstandsvorsitzenden von SUN, Max Schumann, auf und führte mit ihm die ersten Vorgespräche. Danach fand sich über eine Ausschreibung im Intranet der NAK das maximal fünfköpfige Studententeam zusammen. In den Teams arbeiten häufig Studenten aus verschiedenen Semestern und Studienrichtungen zusammen, die einander häufig auch wegen unterschiedlichen Studienphasen an der Nordakademie neu kennenlernen. So war es auch hier, denn die BWL-Studentin Jasmin Feldkeller lebte in der Ausschreibungsphase in Barcelona und bewarb sich per Skype. Beim Projekt der Fighting Pirates arbeitete sie das erste Mal mit Bruhn und Scholz zusammen. Inzwischen entstanden aus der Teamarbeit Freundschaften. Darin sehen die Studenten einen positiven Aspekt ihrer Arbeit. „Wir vermitteln den Projektmitgliedern Erfahrungswerte, auch wenn wir noch nicht in allen Bereichen Experten sind“, sagt der Wirtschafts-Informatik-Student Scholz. „Dafür übernehmen die Teammitglieder entsprechend ihren Kompetenzen einzelne Aufgabenbereiche. So lernen wir alle neue Tools in der Anwendung kennen und profitieren auch vom Projekt.“

Im Fall der Fighting Pirates vermittelten die Studenten ihr Wissen über die Sponsoren- und Helfergewinnung und die Dokumentation. „Den Spagat zwischen professioneller Arbeit und den Einsatz von Ehrenamtlichen zu koordinieren, kostete bislang viel Zeit und bedurfte an vielen Stellen der Improvisation“, sagt Sylvia Nowak.

Das Projektteam beleuchtete zum Beispiel Abhängigkeiten und Verantwortlichkeiten für die Gewinnung von Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern. So entstanden genaue Stellenbeschreibungen, in denen die Pirates festlegten wie sie reagieren, wenn eine Person ausfällt. „Wir brauchen immer Helfer und es geht uns vor allem darum sie für ihre Aufgaben zu begeistern. Seit dem Projektbeginn ist für uns die Sonne aufgegangen“, lobt Sylvia Nowak die Zusammenarbeit mit SUN. „Jedes Treffen hat uns einen Schritt voran gebracht.“ Und Rückfragen bei SUN sind auch nach dem offiziellen Projektende weiterhin möglich.


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