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Fussball-Oberliga : „Für mich ist die Sache gegessen“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: Wenige Tage nach dem Vorwurf, er sei von einem Schiedsrichter beleidigt worden, nimmt FCE-Spieler Kim Helmer Stellung

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Der Vorfall war der Aufreger des Wochenendes. Beim Oberliga-Spiel der Fußballer des FC Elmshorn gegen den SC Condor (2:3) soll Schiedsrichter Michael Ehrenfort (TuRa Harksheide) den Elmshorner Abwehrchef Kim Helmer (Sohn von Fußball-Europameister Thomas Helmer) vor dessen Hinausstellung (Gelb-Rot) übel beleidigt haben.

„Unsere Spieler und auch Spieler des Gegners haben uns das bestätigt“, sagte Elmshorns Übergangstrainer Helge Melzer am Sonntag nach der Partie erbost. Es soll, so Melzer weiter, sogar das Schimpfwort „Wichser“ gefallen sein, direkt vernommen hatte er derlei Beschimpfungen aber nicht.

War dem Schiedsrichter nun eine verbale Entgleisung unterlaufen oder nicht? Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) schützte seinen Unparteiischen, der für eine Stellungnahme selbst nicht zur Verfügung stand. Verbandssprecher Carsten Byernetzki sagte: „Wir haben von dem Vorfall lediglich aus den Medien erfahren. Uns wurde vom FCE nichts gemeldet und ich kann nur sagen, dass Herr Ehrenfort ein gut geschulter Schiedsrichter ist, der zuvor nie negativ aufgefallen war.“

Kim Helmer, der andere Beteiligte des vermeintlichen Disputs, äußerte sich am Dienstagnachmittag erstmals zu den Vorfällen. Unsere Zeitung erreichte den 23-Jährigen während des Mittagessens an der Universität, an der Helmer studiert. Apropos Essen: „Für mich ist die Sache gegessen“, sagte Helmer knapp und ergänzte: „Fußball ist ein sehr emotionaler Sport, bei dem auf dem Platz viel geredet wird. Man muss die Sache nun nicht künstlich hochkochen, sondern sollte sie ad acta legen.“

Eugen Igel, der noch bis zum Jahreswechsel als Teammanager beim FC Elmshorn tätig gewesen ist und zudem das Training der Hamburger Spitzen-Schiedsrichter leitet, kennt beide Seiten gut. Über Schiedsrichter Ehrenfort sagte Igel, der jedoch nicht beim Spiel in Farmsen vor Ort gewesen war: „Ein angehender Arzt und Familienvater. Ruhig, besonnen. Ein feiner Kerl, von dem ich mir solche verbalen Entgleisungen, die ihm vorgeworfen werden, gar nicht vorstellen kann.“ Auch den Spieler Kim Helmer hat Igel nicht als streitlustig in Erinnerung: „Überhaupt nicht. Kim ist für sein junges Alter ein sehr ausgeglichener Fußballer, zudem sehr fair. Privat ist er höflich, witzig und eher schüchtern und zurückhaltend.“

Viel Aufregung um nichts also? „Was genau vorgefallen ist, wissen nur die Beteiligten selbst“, so Igel – und für die scheint die Sache nun mit etwas Abstand tatsächlich gegessen zu sein.

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