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Fußball-Landesliga : Fünf Tore reichen nicht

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der FC Elmshorn verliert nach viermaliger Führung noch mit 5:6 (4:3) gegen TuS Osdorf .

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2015 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Kein abschließender Gang in die Kabine, keine ausführlichen Gespräche mit Pressevertretern. Trainer Dennis Gersdorf wollte nach Abpfiff einer denkwürdigen Landesligapartie zwischen seinen Fußballern des FC Elmshorn und jenen des TuS Osdorf einfach nur noch weg.

„Sonst hätte ich womöglich noch etwas Falsches gesagt“, begründete er, mit etwas zeitlichem Abstand, seine vorzeitige Heimfahrt vom Platz an der Wilhelmstraße am Freitagabend, nachdem seine Mannen trotz mehrmaliger Führung im Scheibenschießen gegen die Osdorfer mit 5:6 (4:3) verloren. Was für den neutralen Zuschauer höchst unterhaltsam, war für den FCE-Trainer die reinste Qual. „Wir waren eigentlich super auf Osdorf vorbereitet, haben im Training mit viel Akribie an unserem Umschaltspiel gefeilt und wollten mit schnellen Pässen in die Tiefe für Unruhe sorgen“, gab Gersdorf Einblick in seinen Matchplan.

So weit so gut. Unruhe stifteten die Elmshorner, allen voran die Gebrüder Ghadimi Nouran, durchaus im Defensivverbund des Tabellenvierten und drehten den frühen 0:1-Rückstand (5.) nach 35 Minuten in eine 3:1-Führung. Dafür ging den Hausherren der Wille, den sie vorne an den Tag legten, in der Abwehr allerdings völlig abhanden.

Katastrophale Aussetzer

„Vor sämtlichen Gegentoren waren wir eigentlich in der Überzahl. Das ärgert mich maßlos“, zürnte Gersdorf und holte weiter aus: „Wir hätten aus diesem Spiel viel Selbstvertrauen ziehen können. Das haben wir uns aber durch katastrophale Aussetzer selbst zerstört.“ Nach dem 3:1 durch Dennis Ghadimi Nouran, mit drei Treffern bester Schütze, lagen die Elmshorner noch zwei weitere Male in Front (4:3 nach 44 Minuten und 5:4 nach 56 Minuten). Am Ende jubelten aber die Gäste, die ihrerseits ebenfalls keinen allzu großen Wert auf konzentrierte Abwehrarbeit legten. Genau dies steht in dieser Woche an der Wilhelmstraße aber auf dem Trainingsplan.

„Beim TSV Sasel, aus meiner Sicht noch höher einzuschätzen als Osdorf, darf so etwas nicht wieder passieren“, namm Gersdorf sein Team vor dem kommenden Duell mit dem Spitzenreiter in die Pflicht. Dann soll die erwiesene Konterstärke des FCE nicht erneut von derartigen Schnitzern überschattet und Dennis Gersdorfs Nerven nicht wieder so strapaziert werden.

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