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Fußball-Landesliga : Folgen die Ohrfeigen?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Landesligist Wedeler TSV lässt beim 1:1 gegen TBS Pinneberg erneut wichtige Zähler liegen.

Der Tag könnte noch kommen, an dem sich die Landesliga-Fußballer des Wedeler TSV selbst ohrfeigen. Zum wiederholten Mal brachten sie keine gute Leistung über 90 Minuten zustande. Schon wieder verschenkten sie Punkte für einen Spitzenplatz in der Hammonia-Staffel. Auswärts gegen TBS Pinneberg kamen sie wie zuvor schon in Eidelstedt nicht über ein 1:1 (0:1)-Unentschieden hinaus.

Nun fehlen vier Zähler auf dem Konto, die dem Tabellenvierten WTSV angesichts des schweren Restprogramms des SV Lurup, des TuS Osdorf und von TuRa Harksheide interessante Perspektiven eröffnet hätten. „Von den Wedelern hatte ich mehr erwartet“, wunderte sich TBS-Coach Bernhard Schwarz. WTSV-Trainer Thorsten Zessin pflichtete ihm zum Teil bei. „Die erste Halbzeit von uns war wie ein Sommer-Kick. Ich habe die richtige Einstellung und die Laufbereitschaft vermisst.“ Über das 0:1 zur Pause durften sich die Gäste nicht beschweren. Die Pinneberger hatten einen schnellen Gegenangriff vorgetragen. Kadir Candir lieferte den maßgeschneiderten Flankenball, den Aytac Erman unhaltbar für Keeper Stefan Steen einschoss (25.).

Das Blatt wendete sich. Manuel Henkel vergab nach einer Stunde die Möglichkeit zum Ausgleich, ehe er nach einem Zusammenspiel mit Dirk Hellmann dann doch den 1:1-Endstand köpfte (69.). TBS-Keeper Marco Kudzia brachte in der Folgezeit die Wedeler mit seinen Glanzparaden zur Verzweiflung. Der eingewechselte Helge Kahnert ließ in der 89. Minute aus zwei Metern die letzte (Kopfball-) Chance ungenutzt.

Das Nachlassen seiner Mannschaft zum Schluss führte Übungsleiter Bernhard Schwarz auch auf eine Verletzung von Ozan Mutlu zurück. Der rechte Verteidiger biss auf die Zähne und machte nur deshalb weiter, weil Schwarz bereits drei Akteure ausgewechselt hatte. Zu denen zählte auch A-Junior Özkan Simsek, der die ersten 45 Minuten erstmals Landesliga-Luft geschnuppert hatte. Damit machte Bernhard Schwarz seine Ankündigung wahr, Talente aus dem eigenen Nachwuchsbereich allmählich an den Spielbetrieb der Herren heranzuführen.

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