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Oddset-Pokal : Flitzer und Bengalos in Seestermühe – Gäste zahlen

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

FC Alsterbrüder für Vorkommnisse beim Pokalspiel in der Marsch zu 450 Euro Geldstrafe verurteilt.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Das Oddset-Pokalspiel zwischen dem TSV Seestermüher Marsch und dem FC Alsterbrüder hatte im wahrsten Sinne des Wortes Feuer – mehr sogar, als es den Verantwortlichen beider Fußball-Kreisligisten lieb sein konnte. Denn der ein oder andere stark alkoholisierte Gäste-Fan hat es während des Viertrundenduells am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) auf dem Sportplatz an der Seestermüher Dorfstraße mächtig übertrieben. Bengalische Feuer in Blau und Gelb am Spielfeldrand, ein Flitzer auf dem Platz und eine aus der Verankerung getretene Werbebande, das hatte nun vor dem Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbands ein Nachspiel – zumindest für den Fußballklub von der Alster. „Uns hat man hingegen nichts vorgeworfen“, berichtete TSV-Fußballchef Rolf Tiedemann nach der Verhandlung am Mittwochabend zufrieden.

Anders als den Hamburgern, die für ihre Anhänger, denen man auch die Störenfriede zuschreibt, eigens einen Doppeldecker-Bus für den Weg in die Marsch gechartert hatten. Dem FC Alsterbrüder kommt das Pokalspiel nun teuer zu stehen. Der Verein wurde vom Verbandsgericht wegen „grob unsportlichen Verhaltens“ mit einer Geldstrafe von 450 Euro belegt und muss obendrein noch für eine durch Pyrotechnik zerstörte Fahne des eingesetzten Schiedsrichterassistenten aufkommen.

Weniger schwer wog da die Einlage eines Flitzers, der mit herunter gelassener Hose den Platz stürmte und dabei Schiedsrichter Andreas Voß (VfL Pinneberg) um den Hals fiel. Voß gab vor Gericht zu, sich „zwar mächtig erschrocken, aber nicht bedroht gefühlt“ zu haben.

„Der ist zwar direkt an mir vorbeigelaufen, doch das ging so schnell, dass wir nicht mehr eingreifen konnten“, erläuterte Tiedemann, der selbst als einer der Ordner beim Pokalspiel fungierte, und ergänzte: „Wir haben unser bestmögliches getan, um so etwas zu verhindern und den Flitzer dann der Sportanlage verwiesen.“

Das sahen die Verbandsrichter auch so und verzichteten auf eine Strafe gegen den gastgebenden TSV Seestermüher Marsch, der nach dem 7:4-Erfolg gegen den FC Alsterbrüder in der fünften Runde des Oddset-Pokals steht.

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