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Fussball-Landesliga : Fischer nicht mehr Trainer in Horst

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Chefcoach Michael Fischer und Assistent Börje Scharnberg freigestellt / VfR wählt interne Übergangslösung

shz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Fünf Niederlagen aus den vergangenen sechs Partien, zuletzt die 2:9-Klatsche gegen den VfB Lübeck II. Aus Sicht der Verantwortlichen beim Fußball-Landesligisten VfR Horst zu viel, um auch weiterhin am Trainerteam um Michael Fischer und Börje Scharnberg festzuhalten. Wie der Verein bekanntgab, sind Fischer und Scharnberg ab sofort freigestellt. „Die Leistungen unserer Mannschaft seit Saisonbeginn entsprachen nicht den Erwartungen, sodass wir Konsequenzen ziehen mussten“, begründete der Sportliche Leiter des VfR, Daniel Fischer, den Entschluss.

Derzeit belegen die Horster in der Holstein-Staffel den neunten Rang, haben – bei einem absolvierten Spiel mehr – sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Nach Ansicht von Daniel Fischer aber trügt der Schein. Er sieht den angestrebten Klassenerhalt in Gefahr: „Wir spielen in den kommenden drei Wochen ausschließlich gegen Teams, die hinter uns stehen. Das sind richtungsweisende Duelle.“ Weil ihn die bisherigen Saisonauftritte des VfR jedoch nur selten überzeugt hätten, wolle er mit der Freistellung des bisherigen Trainergespanns einen neuen Impuls setzen. „Ich erwarte jetzt vom Team ein positives Signal, damit wir unsere Ziele erreichen“, betont der Sportchef.

Als Interimslösung präsentierten die Horster Michael Blume und Thomas Graf, die bislang erfolgreich den VfR II, Spitzenreiter in der Kreisklasse A, betreuen; und dies auch weiterhin tun werden. Um den angepeilten Aufstieg nicht zu riskieren, werden erste und zweite Mannschaft künftig gemeinsam trainieren. Aufgeteilt in eine spielerische und eine konditionelle Einheit, die abwechselnd von Blume und Graf geleitet werden. „Ich war überrascht, wie reibungslos das bereits geklappt hat“, so Daniel Fischer.

„Überrascht“ zeigte sich indes auch der geschasste Coach Michael Fischer angesichts des Zeitpunkts seiner Freistellung. „Wir haben bislang gegen sämtliche Teams, gegen die wir punkten mussten, gepunktet“, stellte der hauptberufliche Lehrer, der gestern seinen 50. Geburtstag feierte, klar. Er hat – im Gegensatz zum Sportlichen Leiter – „keine große Gefahr gesehen, dass wir da unten noch einmal reinrutschen.“ Die Mannschaft sei stark genug, um die Klasse zu halten. Seine Freistellung hat er dennoch „sportlich akzeptiert“. Derweil betonte Daniel Fischer, dass er sich diese Entscheidung alles andere als leicht gemacht habe. „Es gibt hierzulande nicht viele Trainer, die so viel Fußballsachverstand aufweisen wie Michael.“

Wer in Horst langfristig auf den 50-jährigen Appener, der seit Anfang der Saison 2016/17 im Amt war, folgen wird, ließ der Sportchef noch offen. „Wir sind mit der momentanen Lösung zufrieden und setzen uns da kein Zeitfenster.“ Auch Michael Fischer, der zuvor fast elf Jahre lang den Hamburger Oberligisten VfL Pinneberg trainiert hatte, wollte sich zu seiner sportlichen Zukunft nicht im Detail äußern und verwies auf den noch bis Saisonende laufenden Vertrag beim VfR. Nur so viel: „Ich sehe mich eher im Kreis Pinneberg als im Kreis Steinburg.“ Eine Anfrage aus dem Hamburger Raum habe es zudem bereits gegeben.

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