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Fussball-Oberliga : Fischer jagt den schnellen Tim

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: VfL Pinneberg an Tim Jeske dran / HRs Antoniou fehlt gegen Ex-Klub Schnelsen / Rugenbergen muss ein Bollwerk knacken

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Das tat schon beim Zuschauen weh. „Ilias ist im Training auf dem nassen Grand weggerutscht, machte einen unnatürlich großen Ausfallschritt und hat sich dabei an den Adduktoren verletzt“, berichtet Thomas Bliemeister, Trainer der Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen, über das schmerzhafte Missgeschick seines Defensivallrounders Ilias Antoniou. Schlechtes Timing. Denn nun fehlt der Deutsch-Grieche ausgerechnet am Sonntag gegen seinen Ex-Klub Germania Schnelsen (14 Uhr).

Besser sieht’s da schon für Philipp Erdmann aus, der nach Verletzung zurück im Mannschaftstraining ist und sich ebenfalls auf die Schnelsener freut, er spielte bis 2011 für die Germanen. Ein weiterer Ex-Schnelsener in Reihen HRs ist Sebastien Mankumbani. Ob er allerdings von Beginn an aufläuft, ist fraglich. Denn bei seinem letzten Auftritt gegen Vier- und Marschlande verschuldete er den Elfer zum 1:1-Ausgleich. Unbedrängt brachte er einen Ball nicht unter Kontrolle, er sprang ihm an den Arm. „Sebastien macht sich seine gute Einstellung oft durch seine Hyperaktivität wieder zunichte“, so Bliemeister, der derzeit vor allem mit seinem Offensivpersonal hadert: „Mit unseren Torhütern und unseren Innenverteidigern bin ich sehr zufrieden, aber wir schießen einfach zu wenig Tore.“

Kein Wunder also, dass HR sich schon auf dem Transfermarkt nach neuen Verstärkungen umschaut. Offensivverteidiger Yannick Sottorf (noch FC Elmshorn) hat ebenso zugesagt wie Rechtsaußen Timo Wieckhoff (Blankenese).

Ein weiterer Name, der immer wieder mit den Baumschulern in Verbindung gebracht wurde, war Tim Jeske (ehemals FCE, jetzt VfR Horst). Bahnt sich da ein Transferstreit im Kreis an? Denn auch der Rivale VfL Pinneberg scheint ein Auge auf den schnellen Angreifer, der sich allerdings jüngst einen Kreuzbandriss im linken Knie zuzog, geworfen zu haben. „Ein sehr sehr interessanter Spieler“, sagt VfL-Coach Michael Fischer und fügt mehrdeutig hinzu: „Ich bin mir sicher, dass er in der nächsten Saison nicht für HR aufläuft.“

Fischer wird wohl Recht behalten, denn wie HR-Manager Detlef Kebbe erklärt, habe man am Lütten Hall von einer Verpflichtung Jeskes Abstand genommen: „Vor etwa einem Monat saß er bei mir und wir haben uns unterhalten, aber er wird nicht zu uns kommen“.

Der VfL bleibt also im Rennen um den 25-Jährigen, zumal Jeske selbst bestätigt: „Es gab gute Gespräche, wir sind kurz vor einer Einigung, aber nach meiner Verletzung muss ich nochmal mit den Verantwortlichen sprechen.“ Vorerst muss Fischer am Sonntag gegen den SC Condor (15 Uhr) mit dem Personal auskommen, dass er zur Verfügung hat. Alexander Borck (Rotsperre) wird ebenso fehlen wie Thorben Reibe (Fersensporn). Flemming Lüneburg (Adduktoren) ist fraglich. „Der Druck liegt eindeutig bei Condor, sie sind einen Tabellenplatz vor uns mit zwei Punkten Vorsprung, aber wir haben drei Spiele weniger“, so Fischer vor dem Duell seines Tabellenfünften gegen den Vierten.

Der SV Rugenbergen gastiert am Sonntag um 15 Uhr beim Niendorfer TSV. Dabei kommt es zum Duell Torfabrik gegen Abwehr-Bollwerk. Der zweiterfolgreichste Sturm der Liga (Rugenbergen, 62 Tore) trifft auf die beste Abwehr (24 Gegentore). „Niendorf hat eine enorme Qualität. Wir müssen besonders unsere individuellen Fehler abstellen“, so SVR-Coach Ralf Palapies. Den 62 erzielten Treffern stehen nämlich 50 Gegentore gegenüber. Hinter den Einsätzen von Jan Melich, Max Scholz und Tolga Güvenir (alle Grippe) steht ein Fragezeichen. Jannis Waldmann fällt mit Lungenentzündung aus – nicht weniger unangenehm als eine Zerrung im Adduktoren-Bereich.

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