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Fussball-Oberliga : „FC Elmshorn einfach dicht machen“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Diskussionen um Misere beim Fußball-Oberligisten. Im Internet und an Stammtischen fordern Fans mehr Disziplin und Fleiß der Spieler.

Ekmshorn | Pokal-Aus in der ersten Runde, Fehlstart in der Oberliga (aktuell Vorletzter auf Platz 17), vier Trainingsleiter innerhalb eines dreiviertel Jahres verschlissen – der FC Elmshorn steckt tief in einer Krise. Fans reden in Internet-Foren aktuell von „FCE-Luschen“.

Der Kader wie auch Vorstand seien schwach – auch mental, sagen Fans und Beobachter. Die Leistung der Oberliga-Amateure aus Elmshorn auf dem Feld desaströs, lautet die Häme im Netz. FCE-Fans haben die Schnauze gestrichen voll. Ob ein neuer Trainer das Team noch einmal vorantreiben kann, daran kommen Zweifel auf. Der morgendliche Fußballstammtisch auf dem Alten Markt nimmt Stellung zur Lage des FC Elmshorn. Noch sei „das Schiff FCE nicht untergegangen“, aber Leck geschlagen und in Schräglage geraten sei der ehemalige Protz-Dampfer in den vergangenen Wochen mit Sicherheit.

Zwischen Kaffeetrinken und Keksenaschen demontieren die grauhaarigen Herren gern auch den Deutschen Fußball – häufig genug zurzeit ist der FC Elmshorn Thema Nummer 1 am Stammtisch. „Es ist einfach traurig, wie der FCE sich präsentiert“, sagt Rolf Lange. Das habe eine aufstrebende Stadt mit 50.000 Einwohnern wie Elmshorn nicht verdient. Worin die schwache Leistung begründet liegt? Das sei nicht so einfach zu sagen. Neu-Präsident Michael Homburg treffe jedoch keine Schuld. Im Gegenteil. „Er kann einem in der jetzigen Situation nur leid tun“, verkündet Stammtischkollege Robert Bruhn. Beteiligt an der Misere seien ganz klar die Spieler, die zu wenig Einsatz, Willen und Gier zeigten. Schuld sei auch, da ist sich die Runde einig, der viel diskutierte Verzicht auf die Regionalliga-Teilnahme nach dem Oberliga-Meistertitel in 2013. „Das hat einen Knacks in allen Köpfen hinterlassen“, erzählt Jens Harder.

Auch jetzt, da bereits im Vorwege auf eine mögliche Relegation zur 4. Liga verzichtet wurde, fehlen den Spielern die Anreize, auf dem Platz eine ordentliche Leistung abzuliefern.

Auch ein neuer Trainer könne da wenig bewirken, um aus den „lahmarschigen Ackergäulen flinke Rennpferde zu machen“. Wenn ein neuer kommen sollte und Sven Tepsic nicht allein als Spielertrainer die Arbeit verrichten soll, müsse er Ambitionen haben und sich von Außen nicht reinreden lassen. „Das Gebot der Stunde ist, die Mannschaft dort hinzuführen, wo sie hingehört. Nämlich oben in der Tabelle und nicht auf einem Abstiegsplatz“, so Harder. Dazu gehören Disziplin und Fleiß beim Training sowie Ruhe bei der Trainersuche.

Wie geht es weiter mit dem FCE, wenn alle guten Vorsätze nicht greifen? „Den FCE einfach dicht machen und den Fußball in der FTSV eingliedern“, sagt die Runde. Prämisse habe allerdings der Versuch, die Oberliga zu halten, denn für Harder ist „das Schiff FCE nicht untergegangen“. Wenn das nicht klappt, gehen alle baden.

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erstellt am 22.Okt.2014 | 16:10 Uhr

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