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Reiten : Favoritenrolle gerecht geworden

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Jakob Kock-Evers siegt zum zweiten Mal beim Traditionsturnier des RFV Kollmar / Philipp Schulze (RFV Elmshorn) wird Zweiter

Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden Jakob Kock-Evers (RV Rehagen) und Cadeau du Ciel beim Hauptspringen der Horster Reitertage am Montagnachmittag. Nach 2014 siegte das Paar das zweite Mal im Preis der Maas J. Hell Stallion Stud GmbH. Insgesamt traten 32 Pferde beim Springen der Klasse M** mit Stechen an, der Normalparcours bestand aus zehn Hindernissen und zwölf Sprüngen.

Der erste Ritt stand allerdings unter keinem guten Stern: schon vor dem ersten Sprung blieben Denise Hansen vom Pony- und Reitclub Heide und ihr Fuchswallach Einstein B stehen und mussten noch einmal Anlauf nehmen. Auch das zweite Hindernis übersprang der Hannoveraner erst im zweiten Versuch, dabei fiel eine Stange. „Jetzt ist der Gang drin“, freute sich ein Zuschauer, dass Hansen ihr Pferd danach so erfolgreich antreiben konnte, dass es bis zum neunten Hindernis mitmachte. Dort hatte Parcoursbauer Alexander von Appen eine dreifache Kombination aufgebaut. Während das Paar den zweiten Sprung der Kombination überwand, stürzte die Reiterin vor dem dritten Sprung zu Boden. Dort blieb sie liegen und musste von Sanitäter am Fuß behandelt werden.

Philipp Schulze vom RFV Elmshorn war der erste Reiter, der mit Bond Lady v.A. beherzt den Parcours durchquerte und dabei fehlerfrei blieb. Später lenkte der 29-jährige Kock–Evers seinen mittlerweile 14-jährigen Wallach so schnell, konzentriert und wendig durch den Parcours, dass die Tour an seinen Siegesritt vor drei Jahren erinnerte. Als Favorit zog Kock-Evers als einer von fünf Reitern ins Stechen ein, dort musste er sich doppelt mit Schulze messen. Der Profi war der einzige Reiter, der im Stechen zweimal antreten durfte, da er sich auch mit dem Holsteiner Wallach Catapult hierfür qualifiziert hatte.

Das Stechen ging über sieben Hindernisse mit acht Sprüngen. Hier legte Schulze bei seinem fehlerfreien Ritt mit Bond Lady eindrucksvoll vor. Seine Zeit: 37,15 Sekunden. Die Führung hatte Bestand, bis Kock-Evers und Cadeau du Ciel in 33,37 Sekunden durch den Stangenwald flogen. Zwar beschleunigte Schulze bei seinem Ritt auf Catapult noch einmal, doch für dieses Paar blieb in 34,92 Sekunden letztlich nur Silber. „Das Horster Turnier ist immer schön und passt dieses Jahr wieder gut in meine Planung“, freute sich Kock-Evers. „Ich hatte bewusst auf die Hallenturniere verzichtet, denn mir und meinem Wallach macht das Reiten draußen einfach mehr Spaß. Und da wir in der letzten Freiluftsaison sogar drei S-Springen gewonnen haben, hatten wir dieses Mal eine lange Winterpause.“

Diese Saison will der Schornsteinfeger aus Hohenaspe ruhig angehen, denn er konzentriert sich auf seine berufliche Meisterprüfung. Aber auch mit Cadeau du Ciel verfolgt er ein großes Ziel: „In diesem Jahr werden erstmals die Deutschen Amateur-Meisterschaften ausgetragen. Dafür möchte ich mich in Lübeck qualifizieren und dann nach Hessen zu den Titelkämpfen reisen.“


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