Sepak Takraw : Faszinierende Dynamik am Netz

Elmshorn III mit Angreifer Fian Salleh: Der „Drache“ (Mitte) kickte sein Team bis ins Viertelfinale, das sie gegen Elmshorn II  verloren.
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Elmshorn III mit Angreifer Fian Salleh: Der „Drache“ (Mitte) kickte sein Team bis ins Viertelfinale, das sie gegen Elmshorn II verloren.

Sepak Takraw: Spannender Dragons Cup in der Olympiahalle / Kölner holen Titel beim Damen-Doppel / Bei den Herren dominiert Elmshorn

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10. Juni 2014, 16:00 Uhr

Elmshorn | Spektakuläre Scherensprünge, Saltos und unmöglich erscheinende Ballkontrolle in drei Metern Höhe. Die asiatische Sportart Sepak Takraw lockte über Pfingsten hunderte Zuschauer in die Olympiahalle in Elmshorn. Das Finale in der Königsklasse (drei gegen drei) bestritten beim internationalen Turnier „Dragons Cup“ die ewigen Kontrahenten Elmshorn und Köln. Am Ende standen die norddeutschen „Drachen“ ganz oben auf dem Podest.

Als Gast konnten die rund 80 aus ganz Europa angereisten Kicker in diesem Jahr den malaiischen Botschafter aus Berlin begrüßen, in dessen Land Sepak Takraw Hauptsportart Nummer eins ist. Den Gastgebern sagte Salman Bin L Ahmad: Es begeistere ihn sehr, wie populär die fernöstliche Sportart in Elmshorn sei und wie hoch der Verein Sepak Takraw hier ansiedle. Es sei eine tolle Leistung, wie die Sportart jedes Jahr die unterschiedlichsten Nationen verbinde.

Hoch angesiedelt – das waren die richtigen Worte des Botschafters. Denn die Zuschauer staunten alle paar Sekunden mit aufgerissenen Augen und offenem Mund, wie scheinbar leichtfüßig mit kraftprotzender Eleganz die Spieler den Plastikball immer wieder über das Netz peitschten. Der Beifall blieb nicht aus. Die Halle brannte vor Begeisterung.

Vor allem die Spieler aus dem Kreis Pinneberg wurden auf einer Welle des Jubels getragen. Die Kicker, die für die „Dragons“ aus Elmshorn antraten, zeigten einmal mehr ihre internationale Klasse. Alle drei gemeldeten Teams erreichten die Finalspiele im Regu. „Leider haben wir bei der Auslosung für die Endrunde ein wenig Pech gehabt“, sagte Sebastian Schürmann. Die Elmshorner Teams spielten vor dem Finale gegeneinander und warfen sich so nacheinander selbst aus dem Turnier. Nur Elmshorn I erreichte das Endspiel. Christian Rieck, Sebastian Schürmann, Amran Salleh und Trung Tran trafen wie so oft bei Meisterschaften auf die Kölner Mitfavoriten (Gunnar Vogt, Francesco Schäfer, Thomas Kaiser). Lief der Cup bis dahin sportlich prickelnd ab, so war das Endspiel mit Nervosität und Diskussionen um Schiedsrichterentscheidungen gespickt. Match-entscheidend war am Ende die psychische Überlegenheit der Elmshorner. Allen voran punkteten Christian Rieck und Trung Tran. Sie sprangen höher denn je, gaben niemals einen Ball verloren und hatten das Glück der Tüchtigen, häufiger als die Kölner zum erfolgreichen Abschluss zu gelangen.

„Hut ab vor dieser Leistung“ sagten Mitspieler. Im letzten Finalsatz war es Trung Tran, der die entscheidenden Treffer landete. 2:1 für die Elmshorner Drachen.

Im Doppel der Herren waren es ebenfalls Elmshorner Spieler, die den Sieg einheimsten. Christian Rieck, Amran Salleh, Trung Tran starteten in dieser Disziplin jedoch für Grün-Weiss Eimsbüttel und schlugen ihre Kollegen aus Elmshorn (Robert Dolezik, Simon Saborowski, Sebastian Schürmann) mit 2:0. „Elmshorn ist die Hochburg des Sepak Takraw in Europa“, sagte Edgar Neumann. Der malaiische Honorargeneralkonsul in Hamburg ist Mäzen des Dragons Cup.

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