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Fussball-Oberliga : Fast in letzter Minute

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Oberliga: FC Elmshorn dreht Partie gegen Germania Schnelsen in der Schlussphase zum 2:1-Erfolg

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Geschlagene 85 Minuten trauerte der Anhang des FC Elmshorn dieser Szene aus den ersten Sekunden hinterher: Maurizio d’Urso ist durch, bedient den ebenfalls freien Patrick Ziller, doch der Ball schlägt nicht im praktisch leeren Tor von Germania Schnelsen ein, sondern prallt von einem Abwehrbein zurück. Dies umso mehr, da Carsten Rohweder die Gäste kurz darauf in Führung brachte, in dem er den stehen bleibenden Patrick Scheidt im Kopfballduell einfach übersprang.

Die beiden tragischen Figuren der Anfangsphase sollten letztlich aber die Retter des 2:1-Sieges für den Fußballoberligisten vor 238 zahlenden Zuschauern an der Wilhelmstraße sein. Ziller glich per Kopf nach Vorarbeit des zehn Minuten zuvor eingewechselten Christian Schümann aus. Scheidt schädelte eine von Schümann verlängerte Lange-Ecke in der 89. Minute zum Siegtreffer ein.

Da hielt es selbst den in der zweiten Halbzeit wenig geprüften Ole Springer nicht mehr in seinem Tor. Eine Menschentraube begrub Torschützen und -vorbereiter im Jubel unter sich. „Ich werd’ zum Kopfball-Tier. Das hab ich schon im Training gesagt, aber da wollte mir das keiner glauben“, flachste Ziller, der eigentlich eher für flinke Füße bekannt ist.

So schnell waren 80 höchst durchschnittliche Oberligaminuten vergessen. „Die erste Halbzeit war schlecht wie in den letzten vier Spielen nicht“, räumte FCE-Trainer Helge Melzer unumwunden ein. Gegen engagierte Gäste, die noch Punkte im Abstiegskampf brauchen, war keine Bewegung im Elmshorner Spiel. Das änderte sich erst nach dem Seitenwechsel, als die Germanen ihr Tempo nicht mehr hochhalten konnten. „Darauf haben wir spekuliert“, so Melzer. „Ich hätte das 1:1, als es gefallen war, sofort unterschrieben. So ist die Geschichte aber überragend.“

Ungetrübt war die Freude aber nicht. Pascal Eggert bekam im Kopfballduell den Ellenbogen von Marcell Voß an das im vergangenen Jahr gebrochene Jochbein und klagte nach Schlusspfiff über Schwindel.

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