Handball : Falsche Körpersprache in Ellerbek

Harte Gangart: Ellerbeks Tarek Fejry  (links) wird gleich von zwei Gegenspielern bedrängt.
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Harte Gangart: Ellerbeks Tarek Fejry (links) wird gleich von zwei Gegenspielern bedrängt.

TSV Ellerbek kassiert zum Saisonauftakt eine deutliche 20:28-Pleite gegen den DHK Flensborg.

shz.de von
02. September 2013, 16:00 Uhr

Die Ziele des TSV Ellerbek und des DHK Flensborg für die Handballsaison 2013/14 sind ähnlich. Beide Männerteams wollen in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein weit oben mitmischen. Beim direkten Aufeinandertreffen zum Saisonauftakt ließ jedoch nur die DHK-Crew den hohen Anspruch erkennen. Beim 20:28 (12:14) vor gut 200 Zuschauern wirkten die Gäste reifer und robuster, waren besser eingespielt und hatten die stärkeren Einzelspieler.

„Trotz des starken Gegners hätten wir aber ein besseres Ergebnis erreichen können“, sagte TSV-Trainer Michael Bollhöfer und haderte mit elf vergebenen Chancen frei vor dem Tor. Andererseits zeigte diese Analyse, dass Flensburg mit Erik Quednau und Hendrik Schefer auch im Tor stärker besetzt war als Ellerbek mit Florian Knust und Philipp Wenzien. Letztere standen den wurfstarken Angreifern aber auch häufig machtlos gegenüber. Weder der Urgewalt des 1,92 Meter großen Björn Walluks (sechs Tore) noch der wuchtigen Stemmwürfe von Torben Sievers (4) wurde die TSV-Abwehr Herr. „In der Vorbereitung hatten wir im Rückraum Schwächen“, sagte DHK-Coach Matthias Hahn. „Insofern bin ich mit unserem Auftritt sehr zufrieden.“

Dass sein Team von der schwachen Leistung des Schiedsrichtergespanns Jantzen/Schümann profitierte, räumte er ein. Die Herren ahndeten weder klare Angreiferfouls noch die rustikale DHK-Abwehrarbeit angemessen, so dass die physisch unterlegenen Ellerbeker in zusätzlichen Nachteil gerieten.

Für Michael Bollhöfer war das aber keine Entschuldigung. „Meine Jungs hätten die Härte erwidern müssen, verloren aber stattdessen nach der Pause trotz eines guten Starts die Spieldisziplin und brachen ein.“ Zweimal hatte seine Mannschaft (14:15/15:16) sogar die Chance zum Ausgleich. Doch in Folge von schwachen oder überhasteten Abschlüssen und Ballverlusten wuchs der Rückstand schnell bis auf 15:25 an.

„Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn Ellerbek der Ausgleich gelungen wäre“, sagte Hahn. „Da hätte meine junge Mannschaft vielleicht noch einmal den Faden verloren wie vor der Pause, als sie einen 14:8-Vorsprung verspielte.“ Großes Plus der Flensburger war jedoch ihre Körpersprache. Gegen dieses selbstbewusste Auftreten wirkte das TSV-Team häufig wie eine schüchterne A-Jugend. Ambitionen auf einen Spitzenplatz in der Liga werden so kaum zu realisieren sein.

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