zur Navigation springen

Volleyball : „Es kribbelt schon wieder“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der VfL Pinneberg startet am Sonnabend beim Absteiger Schöneiche in die neue Drittliga-Saison - ohne richtige Vorbereitung.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Es gibt Dinge, an die man sich gewöhnt. Und andere, die auch nach Jahren immer noch etwas Besonderes sind. Das erste Spiel einer neuen Saison gehört für die Drittliga-Volleyballer des VfL Pinneberg auf jeden Fall in die zweite Kategorie.

„Nach einem halben Jahr ohne echten Wettkampf kribbelt es schon wieder“, gesteht Neu-Kapitän Lars Lydorf. Und mal wieder stellen sich die Spieler die Frage nach dem aktuellen Leistungsniveau des Teams vor dem ersten Spiel am Sonnabend beim Zweitliga-Absteiger Schöneiche. „Das ist ganz schwer einzuschätzen“, so Lydorf. „Wenn man monatelang im Training immer nur die gleichen Gesichter sieht, verliert man da schon etwas die Fähigkeit, das eigene Level zu beurteilen, zumal wir ja die anderen nicht sehen.“ In der Tat war die aktuelle Saisonvorbereitung von einem Novum geprägt: Der VfL hat kein Vorbereitungsturnier bestritten.

Die zwei geplanten musste die Mannschaft absagen. In Norderstedt, weil Trainer Joachim Müller urlaubsbedingt nur mit einer Rumpftruppe hätte antreten können. Und in Oldenburg, weil Mitspieler Felix Bromm an besagtem Wochenende geheiratet hatte und die Mannschaft mit ihm feierte. Lediglich der Hamburger Pokal, in dem Pinneberg dem einzigen ernstzunehmenden Gegner, dem VC Norderstedt, im Finale unterlag, gab einen kleinen Fingerzeig – allerdings fehlten auch da drei bis vier Leistungsträger.

Um die Favoritenrolle im ersten Spiel einschätzen zu können, benötigen die Pinneberger aber sowieso keine Turniere. Auswärts in Schöneiche geht das Team als klarer Außenseiter ins Rennen. „Wir kennen die nicht, die kennen uns nicht“, so Lydorf. „Aber da der Leistungsunterschied zwischen Dritter Liga und 2. Bundesliga nochmal beträchtlich ist, wird da schon ordentlich was auf uns zukommen.“ Nachdem in der Vorsaison gleich vier neue Spieler beim VfL integriert werden mussten, gibt es in diesem Jahr kaum personelle Veränderungen. Lediglich Kapitän Daniel Pötz hat familienbedingt auf Stand-by-Spieler geschaltet. Sein Amt übernahm Lars Lydorf, seine Position im Außenangriff Sebastian Tanner, der einzige Neue, der theoretisch Pötz’ Sohn sein könnte – sechzehn Jahre trennen die beiden. „Basti hat sich menschlich ziemlich schnell ins Team eingefunden und auch im Pokal schon einen guten Job gemacht. Er wird uns auch in der Liga weiterhelfen“, ist sich Trainer Müller sicher.

Für Tanner ist die Reise nach Brandenburg das erste echte Pflichtspiel im schwarz-goldenen VfL-Trikot. Aber die positive Anspannung, die Nervosität, das Lampenfieber teilt er mit seinen Mitspielern. Und so schwer die Aufgabe auch sein mag – eines spricht für den Außenseiter Pinneberg: In den letzten zehn Jahren hat die Mannschaft nie das erste Saisonspiel verloren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen